Das ZIF versucht im Rahmen seiner Möglichkeiten, deutsches ziviles Friedenspersonal zu betreuen, das in internationalen Friedens- oder Beobachtungsmissionen tätig ist. Betreuung bedeutet aus unserer Sicht kein „ständiges Umsorgen“ des Personals. Uns geht es vielmehr darum, Kontakt zu halten, Unterstützungsmaßnahmen anzubieten und bei Bedarf auf individuelle Probleme und Notlagen reagieren zu können.
Falls Sie derzeit in einem Friedenseinsatz sind oder demnächst eine Einsatztätigkeit aufnehmen, bisher aber keinen Kontakt mit dem ZIF hatten, dann wenden Sie sich bitte direkt an den Bereich Human Resources. Ansprechpartnerin ist Bettina Renner, e-mail: b.renner@zif-berlin.org. Nachfolgend werden die gegenwärtigen Ansätze und Formen der Betreuung vorgestellt.
Der Bedarf an Betreuung ist sehr individuell und hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab (Verhältnisse im Einsatzgebiet, Funktion des eingesetzten Personals etc.). Um eine kontinuierliche Betreuung zu gewährleisten, hat jedes deutsche Missionsmitglied eine feste Ansprechpartnerin im ZIF (Mitarbeiterinnen des Bereichs Human Resources).
Vor der Ausreise meldet das ZIF den Neu-Rekrutierten in der Regel bei der jeweiligen deutschen Auslandsvertretung. Das neue Missionsmitglied wird gebeten, bei Dienstantritt Kontakt mit der Vertretung aufzunehmen. Hier erhält sie oder er Informationen über Krisenvorsorge, deutsche bzw. Deutsch sprechende Ärzte, Rechtsanwälte etc.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZIF reisen nach Möglichkeit regelmäßig in Missionsgebiete, um Einzel- oder Gruppengespräche mit Einsatzpersonal zu führen.
Im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina gibt es seit 2003 vom ZIF initiierte Netzwerke der deutschen Missionsmitglieder, die sich regelmäßig treffen, um sich über Organisations- und Abteilungsgrenzen hinweg kennen zu lernen und dienstliche und private Erfahrungen auszutauschen. In Mazedonien wurde ein solches Netzwerk 2004 gegründet. Im Oktober 2005 folgte die Gründung des ZIF-Netzwerkes in der Demokratischen Republik Kongo und weitere sind z.B. in Afghanistan und Haiti geplant. In Abstimmung mit dem ZIF übernehmen deutsche Missionsmitglieder ehrenamtlich die Organisation dieser Netzwerke.
Sie kümmern sich vorwiegend um praktische Hilfe, regelmäßige Versammlungen und den Kontakt zur diplomatischen Vertretung. Dieses Modell hat sich besonders auch unter dem Aspekt der Netzwerk- und Kontaktpflege bewährt, die für eine sichtbare Präsenz in internationalen Organisationen unabdingbar ist.
Stand: November 2009