Betreuung

Das ZIF versucht im Rahmen seiner Möglichkeiten, zivile Einsatzkräfte zu betreuen, die in internationalen Friedens- oder Beobachtungsmissionen tätig ist. Betreuung bedeutet aus unserer Sicht kein „ständiges Umsorgen“ der Einsatzkräfte. Uns geht es vielmehr darum, Kontakt zu halten, Unterstützungsmaßnahmen anzubieten und bei Bedarf auf individuelle Probleme und Notlagen reagieren zu können. 

Falls Sie derzeit in einem Friedenseinsatz sind oder demnächst eine Einsatztätigkeit aufnehmen, bisher aber keinen Kontakt mit dem ZIF hatten, dann wenden Sie sich bitte direkt an den Bereich Human Resources (hr@zif-berlin.org). Nachfolgend werden die gegenwärtigen Ansätze und Formen der Betreuung vorgestellt.


Feste Ansprechpersonen im ZIF

Der Bedarf an Betreuung ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab (Verhältnisse im Einsatzgebiet, Funktion des eingesetzten Personals etc.). Um eine kontinuierliche Betreuung zu gewährleisten, hat jedes deutsche Missionsmitglied eine feste Ansprechpartnerin im ZIF (Mitarbeiterinnen des Bereichs Human Resources).

Meldung bei der Auslandsvertretung

Vor der Ausreise meldet das ZIF den Neu-Rekrutierten in der Regel bei der jeweiligen deutschen Auslandsvertretung. Das neue Missionsmitglied wird gebeten, bei Dienstantritt Kontakt mit der Vertretung aufzunehmen. Hier erhält sie oder er Informationen über Krisenvorsorge, deutsche bzw. Deutsch sprechende Ärzte, Rechtsanwälte etc.

Besuche vor Ort

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZIF reisen nach Möglichkeit regelmäßig in Missionsgebiete, um Einzel- oder Gruppengespräche mit Einsatzpersonal zu führen.

Zivile Koordinatoren und ZIF-Netzwerke

In den EU-Missionen in Kosovo, Georgien und Afghanistan gibt es jeweils jemanden aus dem deutschen zivilen Kontingent, der oder die als Ansprech- und Verbindungsperson zwischen, Kontingent, Missionsleitung, Auswärtigem Amt und ZIF fungiert.

Darüber hinaus gibt es im Kosovo bereits seit 2003 ein vom ZIF initiiertes Netzwerk aller Missionsmitglieder von UN, EU und OSZE sowie Mitarbeiter/innen von KFOR, GIZ und anderen Organisationen vor Ort. Sie treffen sich regelmäßig  um sich über Organisations- und Abteilungsgrenzen hinweg kennen zu lernen und dienstliche und private Erfahrungen auszutauschen. Sie kümmern sich vorwiegend um praktische Hilfe, regelmäßige Versammlungen und den Kontakt zur diplomatischen Vertretung. Dieses Modell hat sich besonders auch unter dem Aspekt der Netzwerk- und Kontaktpflege bewährt, die für eine sichtbare Präsenz in internationalen Organisationen unabdingbar ist. Auch in Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Haiti und DR Kongo hat es solche Netzwerke gegeben.

 

Stand: Oktober 2011