Democratization Officer, OSZE, Kosovo
März 2003
Durch zwei Aufenthalte im Kosovo in den Jahren 2000 (als Polling Station Supervisor) und 2001 (als Voter Services Supervisor) war ich mit der Region halbwegs vertraut, in die ich im Juni 2002 zurückkehrte. Die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) kannte ich als Arbeitgeber ebenfalls von den vorherigen Wahlbeobachtungs- und Wahldurchführungseinsätzen. Neu war für mich, explizit im Bereich Demokratisierung zu arbeiten – ein Gebiet, über das ich meine Magisterarbeit geschrieben hatte. Neben den theoretischen Studienkenntnissen fühlte ich mich auch durch mehrere Kurse des Auswärtigen Amts (Grund- und Missionskurs, Wahlbeobachtung und Menschenrechte) gut vorbereitet. Der Aufbruch nach Kosovo war also nur noch ein Sprung in lauwarmes Wasser. Sehr verwirrend ist nach Ankunft in Wien und Priština die schier unüberschaubare Menge an Informationen, die man als neues Missionsmitglied erhält. Dennoch hat man von Beginn an das Gefühl, mit dem neu gewonnenen Status als Missionsmitglied nun „dazuzugehören". Besonders spannend ist dann natürlich die Entscheidung, die vom Headquarter getroffen wird, über den Einsatzort. In meinem Fall war es das OSZE Office in Gjilan/Gnjilane, der östlichsten Region Kosovos, etwa eine Stunde von Priština entfernt.
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