Cambodia
The EU Election Observation Mission (EOM) deployed in total more than 100 observers, comprising a core team of seven experts based in Phnom Penh, 36 long-term observers (LTO) to be deployed throughout the country to follow in the field pre-electoral preparations fo the Parliamentary Elections on 27 July 2003, campaigning, voting day and the post-election period, and 60 short-term observers (STO) arriving closer to election day. Mr. Robert Evans, Member of the European Parliament, has been appointed as EU Chief. The EU EOM assessed the whole election process, including the legal framework, the political environment and campaign, electoral preparations, voting and counting as well as the post-election period. The EU EOM issued a preliminary statement shortly after election day, and later a final report detailing the findings of the mission and offering recommendations for possible improvement. Irene-Maria Eich was deployed in Cambodia as LTO. A selection of her photos is shown below.
Nigeria
Nigeria absolvierte zwischen dem 12. April und 03. Mai 2003 einen regelrechten Wahlmarathon: Gewählt wurden die Abgeordneten der Parlamente der 36. Bundesstaaten (12. April), der Staatspräsident und die Gouverneure der Bundesstaaten (19. April) sowie die Mitglieder der Nationalen Versammlung (03. Mai). Insgesamt gab es 120.000 Wahllokale, für die ein Personalbedarf von rund 375.000 Wahloffiziellen entstanden war. Die Wahlen verliefen in weiten Teilen des Landes nicht nach demokratischen Spielregeln. Der Bericht der European Union Election Observation Mission to Nigeria benannte und verurteilte die Wahlmanipulationen deutlich. Im Rahmen der Mission waren außer elf Core Team-Mitgliedern 38 Langzeit- und 50 Kurzzeit-Wahlbeobachter im Einsatz. Aus Deutschland kamen drei Langzeit- und vier Kurzzeit-Beobachter.
Die Bilder für die Fotogalerie haben uns zwei Langzeit- und ein Kurzzeit-Wahlbeobachter zur Verfügung gestellt, die alle im islamisch geprägten Norden Nigerias eingesetzt waren: Ralph-Michael Peters war im nordöstlichen Bundesstaat Bauchi tätig, Eckart Rohde im nördlichen Kaduna State und Lutz Gabriel in den nordwestlichen Bundesstaaten Sokoto, Kebbi und Zamfara.
Kenia
Mitte November 2002 entsandte die Europäische Union ein neunköpfiges Kernteam nach Kenia, das den Einsatz der europäischen Wahlbeobachter von Nairobi aus vorbereitete. Am 26. November folgten 22 Langzeitbeobachter (darunter zwei aus Deutschland). Sie wurden in Zweier-Teams in den verschiedenen Landesregionen stationiert und berichteten wöchentlich über die Entwicklungen und Vorkommnisse während des Wahlkampfes sowie den Stand der Wahlvorbereitungen durch die lokalen Repräsentanten der Wahlkommission. Ungefähr eine Woche vor der Wahl trafen 50 Kurzzeit-Beobachter aus Europa ein. Diese bildeten ebenfalls Zwei-Personen-Teams und reisten am Tag des Heiligabend zu den elf Langzeit-Beobachter-Teams, die das Einsatzgebiet für den Wahltag und die Auszählung logistisch vorbereitet hatten.
Am 27. Dezember, dem Wahltag, beobachteten die Teams den Wahlverlauf in durchschnittlich 12 bis 15 Wahllokalen und verfolgten in jeweils einem bestimmten Wahllokal die Auszählung. Der Leiter der EU-Mission, Anders Wijkman, bewertete am 29. Dezember 2002 die Wahlen als zentralen Schritt für die Entwicklung der Demokratie in Kenia und beispielhaft für die Länder des Kontinents.
Ralph-Michael Peters war einer von 22 Langzeit-Wahlbeobachtern und hielt sich von Ende 2002 bis Mitte Januar 2003 vor Ort auf. Eine Auswahl seiner Fotos sehen Sie hier.
Georgien
Aufgabe der 1999 eingerichteten Border Monitoring Operation (BMO) der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Georgien ist es, die Grenze zwischen der Republik Georgien und der Tschetschenischen Republik der Russischen Föderation (81 Kilometer) zu beobachten und jede Überschreitung zu melden - sei sie zu Fuß oder mit Fahrzeugen (einschließlich Luftfahrzeugen). Hierzu wurden drei Basen in Schatili, Omalo und Girevi eingerichtet, von denen aus Patrouillen zur Beobachtung der Grenze durchgeführt werden.
Seit Januar 2002 beobachtet die Operation auch die Grenze zwischen Georgien und der Inguschischen Republik der Russischen Föderation (62 Kilometer) von einer neuen Basis in Sno und von Schatili aus. Im Dezember 2002 wurde das Mandat der BMO auf den dagestanischen Teil der Grenze (152 Kilometer) ausgedehnt; vier weitere Basen wurden eingerichtet.
Torsten Derrik war von 2000 bis 2002 in verschiedenen OSZE-Basen als Border Monitor eingesetzt. Eine Auswahl seiner Fotos sehen Sie hier.
Kosovo
Am 26. Oktober 2002 fanden die von der OSCE Mission in Kosovo / Department of Election Operation (DEO) organisierten Kommunalwahlen statt. Sie sollten mit einem geringeren Maß an „international supervison“ als die vorherigen Wahlen durchgeführt werden. Aufgabe der International Polling Station Supervisor (IPSS) war es, die Durchführung der Wahl und Auszählung der Ergebnisse in mehreren Wahlstationen zu überwachen. Insgesamt waren ca. 913 IPSS zehn Tage lang im Einsatz, aus Deutschland waren ca. 80 IPSS vor Ort. Nach einem dreitägigen Training in der Kosovo Police Services School in Vushtrii wurden die Teilnehmer auf die Einsatzgebiete verteilt.
Hartwig Kaboth (Einsatzgebiet Gjakov? / Djakovica) und Lutz Gabriel (eingesetzt in Rahovec / Orahovac) haben dem ZIF eine Auswahl ihrer Fotos aus dem Kosovo zur Verfügung gestellt
Stand: Oktober 2008