Insbesondere für Personen, die nach einem längeren Einsatz nach Deutschland zurückkehren, bietet das ZIF Einzelgespräche an. Diese sollten einsatznah stattfinden und werden mit den Betreffenden direkt vereinbart. Thematisiert werden dabei persönliche und tätigkeitsbezogene Erfahrungen, aber auch Schwierigkeiten, die bei der Reintegration in Beruf und Alltag auftreten können. Nach Möglichkeit sollten Rückkehrende zudem mit einem Vertreter oder einer Vertreterin des jeweils an der Entsendung beteiligten Referats im Auswärtigen Amt ein Gespräch führen.
Ziel ist es, den Rückkehrern und Rückkehrerinnen die Möglichkeit zu geben, ihren Einsatz persönlich und fachlich zu reflektieren.
Das erste vom ZIF organisierte Gruppen-Debriefing fand am 10. und 11. Januar 2003 in Berlin statt. Mehr als 80 Wahlbeobachterinnen und Wahlbeobachter, die im Herbst 2002 zu den Wahlen in Mazedonien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und im Kosovo entsandt worden waren, wurden eingeladen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZIF und des Auswärtigen Amts diskutierten mit ihnen zum einen über ihre Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge bei der Entsendung von Wahlpersonal. Zum anderen fand eine inhaltliche Diskussion mit Balkanexperten der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und des Auswärtigen Amts statt (siehe Konferenzbericht).
Ein weiteres Rückkehrertreffen, an dem etwa 30 ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Friedenseinsätzen von UNO, EU und OSZE auf dem Balkan teilnahmen, fand am 24. und 25. September 2004 statt. Sie diskutierten mit Vertretern und Vertreterinnen des ZIF und des Auswärtigen Amts über die aktuelle Lage im Kosovo, analysierten typische Probleme von deutschem Personal im Umgang mit internationalen und lokalen Kolleginnen und Kollegen und gaben Anregungen für weitere Spezialisierungskurse des ZIF (siehe Konferenzbericht).
Im Jahr 2005 fand das Rückkehrertreffen zum Thema "Erfahrungen und Probleme im Umgang mit lokalen Akteuren im Rahmen des Peacebuilding" am 10. Dezember in Berlin statt. Mehrere deutsche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen OSZE-Missionen berichteten über ihre Erfahrungen mit der Umsetzung von Local Ownership in der Praxis. Etwa 30 ehemalige zivile Missionsangehörige von UN, EU und OSZE diskutierten hierüber mit Vertreterinnen und Vertretern des ZIF und des Auswärtigen Amts (siehe Konferenzbericht).
Nach Ihrer Rückkehr werden Sie gebeten, Ihre Daten und künftige Verfügbarkeit in der ZIF-Datenbank zu aktualisieren bzw. vom ZIF aktualisieren zu lassen, wenn es Bereiche betrifft, auf die Sie keinen Zugriff haben.
Falls Sie vom Auswärtigen Amt mit einem Diplomatenpass ausgestattet wurden, geben Sie diesen bitte unverzüglich an das Auswärtige Amt zurück. Ein schriftlicher Bericht der Einsatzmitglieder ist sowohl für das Auswärtige Amt als auch für das ZIF wichtig. Sie werden im ZIF gelesen, ausgewertet und an das AA weitergeleitet. Sie geben uns wichtige Informationen aus der Praxis, über mögliche Veränderungen in den einzelnen Arbeitsfeldern und etwaige Herausforderungen oder Probleme. Unsere Leitfäden sollen Ihnen die Erstellung eines Abschlussberichts erleichtern.
Stand: Januar 2009