Die größten Flüchtlingsbewegungen der letzten Jahre waren Folge innerstaatlicher Konflikte. Als Flüchtling gilt, wer sich wegen begründeter Furcht vor Verfolgung - aufgrund von Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder politischer Überzeugung - außerhalb des eigenen Landes befindet. Personen, die aus den gleichen Gründen ihre Heimat verlassen, jedoch im eigenen Land bleiben, werden als Binnenvertriebene (Internally Displaced Persons - IDPs) bezeichnet.
Die Hauptaufgaben der Flüchtlingsarbeit in Postkonfliktsituationen sind die humanitäre Versorgung, die Rückführung sowie die Reintegration von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen. Diese Aufgaben sind in der Regel nicht direkter Bestandteil des Friedenseinsatzes, stehen mit ihm aber in einem engen Zusammenhang. Ihre Koordination und Durchführung übernimmt meist federführend der UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees). Ziviles Personal des Friedenseinsatzes führt unter Umständen unterstützende und koordinierende Aufgaben durch.
Der Bereich der Flüchtlingsarbeit ist eng mit den Tätigkeitsfeldern Menschenrechte und Humanitäre Hilfe verknüpft.
Stand: Oktober 2008