Methodischer Ansatz


Der methodische Ansatz des ZIF-Trainings beruht auf zwei Säulen: einem learner-centered approach und der Abbildung der Missionsrealität im Training.

Die Teilnehmenden, die alle bereits Etliches an (internationaler) Erfahrung und Kompetenzen mitbringen, stehen im Zentrum des Lernens, das die Kursleiter und Trainer mit einschließt. Die Inhalte und Themen werden in ZIF-Kursen durch eine Mischung aus Vorträgen, Fallstudien, Arbeitsgruppen, Simulationen, Rollenspielen und praktischen Übungen im Feld vermittelt, wobei partizipative Methoden den Erfahrungsaustausch mit den Kursteilnehmenden sicherstellen und durchgehende Evaluationen und Feedbackrunden die Relevanz der Module für die Teilnehmenden gewährleisten.

Der Praxisbezug ist in jedem Training durch die Zusammensetzung der Gruppe der Trainees – nationale und internationale Missionsmitglieder; mit Einsatzerfahrung und ohne; Zivil, Militär, Polizei, Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe – sowie durch einen adäquaten und interessanten Mix an Trainern und Referenten gewährleistet, die über einsatz- und trainingsrelevante Erfahrung verfügen. Oft werden direkt aus Friedenseinsätzen bzw. den Hauptquartieren internationaler Organisationen Referenten, Trainer und Fachexperten in den Kurs eingeladen.

Bei der Zusammenstellung der Kurse legt das ZIF großen Wert auf Heterogenität: Wir achten auf eine Vielfalt beruflicher Qualifikationen und Erfahrungen der Teilnehmenden. Mindestens 25 Prozent unserer Kursteilnehmenden sind international. Ähnlich wie beim Einsatz in einer internationalen Mission sollen Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Fachrichtungen zusammentreffen. Die Kurssprache ist – wie in den Einsätzen auch – Englisch. Wir wollen vermitteln, wie man Probleme und Fragestellungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und gemeinsam Lösungsansätze finden kann. Somit beginnt interkulturelle Kommunikation vor der eigenen (fachlichen) Haustür und nicht erst beim Auslandseinsatz: Interdisziplinarität statt fachlicher Scheuklappen ist gefragt.