Trainingkooperation

Nationale Kooperation

Zusammenarbeit mit Bundeswehr und Polizei

Im November 2008 trafen sich auf Initiative des ZIF Vertreter von Aus- und Fortbildungseinrichtungen der Bundeswehr, Polizei und des ZIF erstmalig zu einem Erfahrungsaustausch in Berlin (VN Ausbildungszentrum Hammelburg und Führungsakademie der BW (FüAk), Bundespolizeiakademie Lübeck (BPOALK), Landesamt für Aus- und Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP) und Akademie der Polizei Baden-Württemberg). Aufbauend auf der bisherigen engen Kooperation bei der Vorbereitung von Personal für Friedenseinsätze wurden im Rahmen einer Bedarfsanalyse Ansätze für eine zukünftige Zusammenarbeit identifiziert. Hierbei wurden insbesondere die Bereiche „Monitoring“ und „Mentoring/Advising“ als prioritäre Schwerpunkte für eine gemeinsame, zukünftige Einsatzvorbereitung des zivilen, polizeilichen und militärischen Personals benannt.

Im Ergebnis des Netzwerktreffens wurde die Gründung einer ressortübergreifenden Trainingsplattform beschlossen, um dem integrativen Ansatz aktueller Friedenseinsätze Rechnung zu tragen und von Synergieeffekten durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen zu profitieren.

Als erste gemeinsame Produkte wurden vom ZIF und der FüAk im Januar 2010 ein Trainingskurs zum Thema  „ UN Mission Management and Field Support“ sowie im Frühjahr 2010   mit der  BPOALK ein Trainingskurs zum Thema „Mentoring and Advising“ durchgeführt.

Eine weitere gemeinsame Aktivität war die gemeinsame Vorstellung der Trainingspartnerplattform auf der Tagung der International Association of Peacekeeping Training Centres in 2009  in Sydney sowie 2010 in Dhaka.

Über die Plattform finden sowohl ein regelmäßiger Dialog der teilnehmenden Institutionen als auch gemeinsame Trainingskurse statt. Darüber hinaus wird die Plattform als Informationsdrehscheibe und als Raum für kreative Weiterentwicklung der gemeinsamen Trainingsaktivitäten genutzt. Dies kommt allen Partnern zugute, denn die Zusammenarbeit bei Kursen fördert das Verständnis zwischen den drei, traditionell eher getrennten Komponenten von Friedensmissionen (Militär, Polizei und Zivil). Die (Weiter)Entwicklung gemeinsamer Trainingsstandards sichert dieses Ziel zusätzlich und hilft allen Beteiligten, auch in zukünftigen Friedensmissionen besser vorbereitet zu sein.  

Internationale Kooperation

Trainingsinitiative der Kommission der Europäischen Union

Im Rahmen des Aufbaus europäischer ziviler Kapazitäten zur Krisenprävention und Krisenbewältigung arbeitet das ZIF intensiv mit vielen europäischen Partnern zusammen. Zusammen mit anderen Trainingseinrichtungen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union arbeitet das ZIF an der Etablierung gemeinsamer Trainings, Kurscurricula, gemeinsamen Qualitätsstandards sowie an einem regelmäßigen Wissensaustausch.

Aktuelle Informationen zu dieser Trainingsinitiative sind auf der Webseite der European Group on Training abzurufen. 

 

Integrated DD&R Training Group

Seit 2006 gehört das ZIF der Integrated DD&R Training Group an. Diese Gruppe von internationalen Trainingsinstitutionen hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam Trainingsmaterialien zu entwickeln und Kurse durchzuführen, um dem wachsenden Bedarf an qualifiziertem Personal für DD&R Programme in internationalen Friedenseinsätzen gerecht zu werden. Die Grundlage der Trainingskurse bilden die von der UN entwickelten Integrated Disarmament, Demobilisation and Reintegration Standards (UN IDDRS). 

Weitere Gründungsmitglieder sind:

African Centre for the Constructive Resolution of Disputes (ACCORD)

The Bonn International Center for Conversion (BICC)

The Center for European Security Studies (CESS)

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Norwegian Defence International Centre (NODEFIC)

Peaceworkers UK

Pearson Peacekeeping Center

Scuola Superiore Sant’Anna

Swedish National Defense College (SNDC)

Stand: 1. Dezember 2010