15 Jahre ZIF


 

15 Jahre nach seiner Gründung hat sich das ZIF zu dem deutschen Kompetenzzentrum für internationale Friedenseinsätze entwickelt. In dieser Funktion bündelt es die zivilen Kapazitäten für Friedens- sowie Wahlbeobachtungseinsätze und erfüllt durch die Rekrutierung, Qualifizierung und Sekundierung von deutschen Expertinnen und Experten in internationale Einsätze der EU, OSZE, NATO und UN einen wichtigen Teil der deutschen Außenpolitik. Diese hat sich der verstärkten Übernahme von Verantwortung auf internationaler Ebene, insbesondere im zivilen Bereich, verpflichtet.

 

Die Arbeit des ZIF umfasst dabei neben der Rekrutierung, Qualifizierung und Sekundierung von zivilen Expertinnen und Experten, die Erarbeitung von Analysen und Konzepten zu internationalen Friedenseinsätzen sowie International Capacity Development, wobei das ZIF u.a. die Afrikanische Union beim Auf- und Ausbau eigener ziviler Kapazitäten unterstützt.

 

Gegründet wurde das ZIF im Jahr 2002 auf Initiative der Bundesregierung und des Bundestages als gemeinnützige GmbH und beschäftigt nach einem stetigen Zuwachs inzwischen rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Berliner Geschäftsstelle sowie rund 160 Sekundierte in Auslandseinsätzen.

 

Der Personal-Pool des ZIF umfasst derzeit über 1.500 Fach- und Führungskräfte sowie Wahlbeobachter und Wahlbeobachterinnen, welche bei Bedarf kurzfristig aktiviert werden können. Seit 2002 sind aus diesem Pool bereits 1.500 Langzeit-Sekundierungen in weltweite Friedenseinsätze in 50 verschiedene Länder sowie 4.600 Wahlbeobachter und Wahlbeobachterinnen in EU- und OSZE-Missionen in über 80 Länder vermittelt worden.

 

Nach einer Transformationsphase und der beschlossenen Novellierung des Sekundierungsgesetzes ist das ZIF seit dem 01. Juli dieses Jahres sekundierende Einrichtung für das Auswärtige Amt (AA). Dies trägt dem Ziel Rechnung, deutsche Expertinnen und Experten im Einsatz adäquat abzusichern, international wettbewerbsfähig zu sein und mehr Verantwortung im zivilen Bereich zu übernehmen. In Zukunft soll deshalb auch mehr deutsches Personal Führungspositionen in internationalen Organisationen bekleiden.

15 Jahre ZIF | Jubiläumsfeier am 27. Juni 2017

Unter dem Motto „Einsatzbereit für die Zukunft – zivil, innovativ, flexibel“ hat das ZIF am 27. Juni 2017 mit seinen Expertinnen und Experten, langjährigen Partnerinnen sowie Wegbegleitern und Freunden im Wasserwerk Berlin sein fünfzehnjähriges Engagement für zivile Expertise in internationalen Friedenseinsätzen gefeiert. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand dabei der Transformationprozess ZIF2016, durch welchen das ZIF zur vollwertigen Sekundierungsorganisation wurde. Mit der Unterzeichnung des ersten symbolischen Arbeitsvertrags durch zivile Expertinnen und Experten wurde dieser feierlich abgeschlossen.

 

Staatsminister für Europa im AA Michael Roth, welcher zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des ZIF ist, zeichnete in seiner Laudatio den Entstehungsprozess sowie den bisherigen Erfolgsweg des ZIF nach und bekräftige dessen elementare Bedeutung für die zukünftige deutsche Außenpolitik.

 

Almut Wieland-Karimi, Geschäftsführerin des ZIF, nutzte die Feierlichkeiten, um die Rolle ziviler Expertinnen und Experten weiter zu stärken und an die anwesenden Abgeordneten die Aufforderung zu stellen, jährliche Bundestagsdebatten zum zivilen Engagement abzuhalten. Hierdurch soll dieses weiter legitimiert werden, so dass bald nicht nur von einer „Parlamentsarmee“, sondern auch von „Parlamentszivilisten und -zivilistinnen“ gesprochen werden kann.

 

Abgerundet wurde die Jubiläumsfeier durch sogenannte ZIF Talks von Henrietta Mensa-Bonsu, welche als stellvertretende Sondergesandte für Rechtsstaatlichkeit in der UN-Mission in Liberia tätig war, und Sanjana Hattotuwa. Mena-Bonsu beschäftigte sich dabei in ihrer Rede mit der Frage „Can Peace Operations Make a Difference?“, während Hattotuwa in seiner Rede das Zusammenspiel von „Social Media and Peace Operations“ beleuchtete.

15 Jahre ZIF | Das Magazin

Das ZIF ist in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten gewachsen, hat viel gelernt und wappnet sich weiter für die Zukunft. Diese wird durch ein sich neuordnendes Machtgefüge gekennzeichnet sein, in welchem Spannungen und Konflikte voraussichtlich nicht abnehmen werden, weshalb der Bedarf an qualifizierten, zivilen Personal steigt und die Arbeit des ZIF von großer Bedeutung ist.

 

Im ZIF-Magazin stellten wir die Bandbreite unserer Arbeit vor, wecken Interesse und regen vielleicht auch zum Nachdenken über den eigenen beruflichen Werdegang an. Im Heft finden Sie dazu ein Interview mit Frank-Walter Steinmeier, Porträts unserer Expertinnen und Experten, Reportagen aus Einsätzen und vieles mehr.

 

Artikelübersicht:


-    Unverzichtbar und verlässlich in turbulenten Zeiten
-    „Welt aus den Fugen“ – Interview mit Dr. Frank-Walter Steinmeier

 

Über die nächsten Wochen und Monate hinweg werden hier nach und nach einzelne Artikel aus dem ZIF-Magazin erscheinen. Wenn Sie Interesse an der Print-Ausgabe haben schreiben sie uns unter magazin(at)zif-berlin.org.

 

 


10 Jahre ZIF

2012 feierte das ZIF bereits sein zehnjähriges Bestehen. Alle Informationen finden Sie hier.