Aufgaben

Training von zivilen Fach -und Führungskräften

Am 1. Juli 2002 übernahm das ZIF das im Sommer 1999 begonnene Trainingsprogramm des Auswärtigen Amts für ziviles Friedenspersonal. Das Trainingsprogramm des ZIF hat zwei Ziele: Zum einen die Vorbereitung von zivilen Kräften auf ihre Arbeit in Friedenseinsätzen; zum anderen ist die erfolgreiche Absolvierung eines ZIF-Kurses eine der Grundvoraussetzungen für die mögliche Aufnahme in den Expertenpool von ausgewählten und vorbereiteten Fachkräften für internationale Einsätze (Näheres unter Bewerbung).

Die Grund-, Wahlbeobachtungs- und Spezialisierungskurse des ZIF bieten eine einsatzorientierte Vorbereitung. Adressaten der Kurse sind in erster Linie Fach- und Führungskräfte, deren Profil den Kriterien Internationaler Organisationen wie der OSZE, UN und EU entspricht.

Seit 2002 bietet das ZIF auch gezielt Training für das zivile Krisenmanagement der EU und der EU-Missionen im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) an. Seit 2010 koordiniert das ZIF das von der EU-Kommission gefördertes Trainingsprojekt „ENTRi - Europe's New Training Initiative for Civilian Crisis Management“. Darin werden bis zu 800 Personen für Einsätze in Missionen vorbereitet. Die Teilnehmenden werden entweder bereits in solchen Missionen weltweit, und insbesondere in Missionen der EU, UNO, OSZE oder Afrikanischen Union (AU), tätig sein oder in Zukunft in solche entsandt werden.

In seinem Westafrika-Proiekt unterstützt das ZIF im Auftrag der Bundesregierung seit 2003 das neu gegründete „Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre° (KAIPTC) in Accra/Ghana und die westafrikanische Regionalorganisation ECOWAS (Economic Community of West African States).

Darüber hinaus bildet das ZIF im Rahmen des „Rule of Law Trainingsprogramms“ in enger Zusammenarbeit mit der VN Abteilung für Friedenseinsätze (DPKO) die zuständigen VN Mitarbeiter in einwöchigen Trainingskursen aus bzw. fort. Das Projekt schließt eine programmatische Lücke, denn ein umfassendes Trainingsprogramm, wie es z. B. für internationale Polizisten üblich ist, fehlte bislang für Judicial Affairs Officers.

 

ZIF-Expertenpool, Rekrutierung, Betreuung und Nachbetreuung

Der Aufbau und die Pflege eines Expertenpools ziviler Fach- und Führungskräfte ist eine zentrale Aufgabe des ZIF. Aus diesem Pool werden Kandidatinnen und Kandidaten für Internationale Einsätze ausgewählt. Es handelt sich hierbei um eine entsprechend der Anforderungen der internationalen Organisationen an die jeweiligen Missionskräfte entwickelte, webbasierte Datenbank des ZIF.

Entsprechend der Rekrutierungsverfahren der jeweiligen internationalen Organisation (Sekundierung oder Direktbewerbung) und deren Anforderungen können sich insbesondere die Mitglieder des Expertenpools für eine bestimmte Tätigkeit einer Mission oder für Kurzfristtätigkeiten wie z.B. Wahlbeobachtungen bewerben, oder werden u.a. anhand ihrer im Pool gespeicherten Daten und Verfügbarkeit vorgeschlagen. Die letztendliche Auswahl der Einsatzkräfte trifft die jeweilige internationale Organisation. Das ZIF organisiert das Bewerbungsverfahren für bekannte Vakanzen in enger Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt oder unterstützt Ihre Bewerbung.

Das ZIF bemüht sich des Weiteren um eine Betreuung der dann in den Missionen tätigen Personen, sowohl während der Missionstätigkeit als auch nach der Rückkehr. Zur Betreuung gehören u.a. Reisen von ZIF-Mitarbeiterinnen und -mitarbeitern in Einsatzgebiete, der Aufbau von ZIF-Netzwerken vor Ort sowie jährliche Rückkehrertreffen.



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Aktivitätenbericht 2010

 


Stand: Oktober 2011