Diskussionen mit der Führungsriege des Peacekeeping: USG Lacroix, ASG Keita und SRSG Zerrougui zu Gast im ZIF

Beim ZIF After Work Briefing, moderiert von Almut Wieland-Karimi

USG Lacroix

SRSG Zerrougui - alle Bilder @ZIF

20.02.2019

Selten hatten wir eine solche Vielzahl an Führungspersönlichkeiten des UN Peacekeeping auf einmal zu Gast im ZIF: anlässlich eines internen Retreats waren zahlreiche UN-Missionsleiterinnen und -leiter sowie hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus dem Hauptquartier nach Berlin gereist, um sich - hinter verschlossenen Türen, abseits der Herausforderungen im Feld - strategisch auszutauschen.

Dabei waren das UN Department for Peace Operations (DPO) und das UN Department for Political and Peacebuilding Affairs (DPPA) einer Einladung des Auswärtigen Amts gefolgt; das ZIF hatte dies mit einem Rahmenprogramm unterstützt.

Dazu gehörte ein After Work Briefing am Dienstag, 19. Februar, mit UN Under-Secretary-General Jean-Pierre Lacroix, UN Assistant Secretary-General Bintou Keita und der Leiterin der UN-Mission in der DR Kongo, Leila Zerrougui. Sie sprachen sehr offen über die laufenden Umstrukturierungen und Reformen im UN-Peacekeeping, bekannt unter dem Titel "Action for Peacekeeping" (A4P). Damit sollen etwa Ressourcen einfacher zugänglich, interne Strukturen verschlankt und intensiver vernetzt und auch die Performance der Missionen verbessert werden. Aber auch die aktuellen Herausforderungen in einzelnen Einsatzregionen waren Thema an diesem Abend. Wir haben uns über das große Interesse gefreut.

Zudem konnten wir einige Missionsleiterinnen und -leiter für Einzelgespräche im ZIF begrüßen. Für Bundestagsabgeordnete organisierten wir ein Briefing im kleinen Kreis zur Frühstückszeit am Mittwoch, die Missionsleiter von UNAMID im Sudan und UNMISS im Südsudan setzten ihren Fokus auf die Konflikte in der Region. Berichte "aus erster Hand" sind natürlich besonders wertvoll, wenn auch Mandatsverlängerungen anstehen (lesen Sie dazu auch unsere aktuellen ZIF Kompakt).

MONUSCO-Chefin Leila Zerrougui stand wiederum Journalistinnen und Journalisten Rede und Antwort während eines Pressebriefings am Mittwoch. Hier ging es natürlich vor allem um die Frage, welche Veränderungen die durchaus umstrittenen Wahlen und der Machtwechsel mit sich bringen - im Land und auch für die Arbeit und Zukunft der größten UN-Mission weltweit. Zerrougui äußerte sich sehr klar dazu, die staatlichen Autoritäten in diesem möglichen Transformationsprozess zu unterstützen - die Stabilisierung sei oberster Auftrag der Mission. Mehr zu den Mandaten dieser und anderer Missionen finden Sie auf unserer interaktiven Weltkarte www.missionsandmandates.org

Dies war auch für das ZIF eine ganz besondere und sicher einmalige Gelegenheit, den Austausch mit UN-Führungspersonal zu pflegen - nach dem DSRSG-Dialog für stellvertretende UN-Missionsleitungen vergangene Woche nun in zahlreichen Dialogformaten mit den Missionsleiterinnen und -leitern.