Erster HEAT+ Kurs 2017 erfolgreich beendet

14.03.2017

Vom 24. Februar bis 3. März 2017 fand das erste Hostile Environment Awareness Training (HEAT) des ZIF in 2017 statt. Dieses wurde im Format HEAT+ angeboten, einer um drei Tage verlängerten Version, bei der die Teilnehmenden zunächst von zivilen Trainern und Trainerinnen theoretisch vorbereitet wurden, bevor es für fünf Tage ins VN-Ausbildungszentrum der Bundeswehr in Hammelburg ging.

Die 20 Teilnehmenden aus Deutschland, Kanada, Südafrika, Litauen, Finnland, der Türkei und weiteren Ländern wurden insgesamt neun Tage lang durch theoretische und praktische Module im Umgang mit Gefahren im Feld geschult. Dazu gehörten das Verhalten in Menschenmengen, unter Beschuss, in Geiselnahme-Situationen und das Bewusstsein für die Gefahr von vermintem Territorium. Im Rahmen von Szenarien, in denen die Teilnehmenden möglichen Gefahrensituationen ausgesetzt wurden, mussten sie das Gelernte anwenden.

Ein Schwerpunkt des Kurses lag auf der persönlichen Vorbereitung der Teilnehmenden vor Entsendung in eine Mission, Sicherheitsmaßnahmen während der Mission und Möglichkeiten der Nachbereitung. Dabei ging es um sehr konkrete Dinge wie Packlisten, mentale Vorbereitung (auch der Familie), Umgang mit Stress und dergleichen mehr. Ziel des HEAT-Kurses ist es, den teilnehmenden Zivilisten Strategien zur Risikominimierung nahezubringen, und sie für potentielle Gefahren in einem oft militärisch geprägten Missionsumfeld sowie den Umgang mit komplexen Gefahrensituation zu sensibilisieren. Durch die internationale Zusammensetzung des Kurses und die Mischung diverser Expertisen der Teilnehmenden (z.B. Polizei, NGO, Journalismus) soll im Kurs bereits die Zusammenarbeit in einem internationalen Missionsumfeld und zwischen verschiedenen Organisationen abgebildet werden.

Der HEAT-Kurs findet mehrmals jährlich statt. Mehr Informationen zum Kursprogramm gibt es hier.