Friedensnobelpreis für Nadia Murad und Denis Mukwege

05.10.2018

Für den Kampf gegen sexuelle Gewalt werden der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die UN-Sonderbotschafterin Nadia Murad mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Beide hätten einen außergewöhnlich mutigen Beitrag zur Sichtbarkeit und Bekämpfung solcher Kriegsverbrechen geleistet, teilte das Norwegische Nobelpreiskomitee mit. Denis Mukwege behandelt in seiner Heimat, der Demokratischen Republik Kongo, Vergewaltigungsopfer. Gewalt gegen Kinder und Frauen spielt dort eine besonders tragische Rolle in dem seit Jahren andauernden Konflikt. Die UN-Friedensmission MONUSCO in der Demokratischen Republik Kongo ist mit knapp 20.000 Mitarbeitern eine der größten der Welt und seit 2010 vor Ort. Ihr Mandat umfasst sowohl den Bereich Frauen, Frieden & Sicherheit im Rahmen der UN-Sicherheitsratsresolution 1325 wie auch die Rolle von Kindern in bewaffneten Konflikten. Auch im Irak arbeiten deutsche zivile Expertinnen und Experten in den Friedensmissionen UNAMI (UN Assistance Mission for Iraq) und EUAM (EU Advisory Mission in Iraq). Die 25-jährige Jesidin Nadia Murad wurde, wie etwa 3000 weitere jesidische Mädchen und Frauen, vom sogenannten "Islamischen Staat" im Irak verschleppt und versklavt. Nach drei Monaten gelang ihr die Flucht. Heute setzt sich Nadia Murad als UN-Sonderbotschafterin für die Rechte der Opfer von Menschenhandel ein. Das ZIF gratuliert der Preisträgerin und dem Preisträger, die sich unerschrocken für die Opfer dieser Verbrechen in Konfliktgebieten stark machen und ihnen eine Stimme geben.