Grundkurs „Friedenseinsätze“ neigt sich dem Ende entgegen

07.04.2017

Der erste Grundkurs im Jahr 2017 neigt sich seinem Ende entgegen. Siebzehn Teilnehmende – dreizehn aus Deutschland und vier internationale aus Guinea-Bissau, Serbien und der Ukraine – arbeiteten sich durch das komplexe Konfliktumfeld des vom ZIF entwickelten Orania-Szenario, und wendeten diesen – nur scheinbar fiktiven – Kontext auf Module zu Konfliktanalyse, Mediation Support, Human Rights und Rule of Law, Ethik und Reporting an. Trainiert wurden sie durch kompetentes ZIF-Personal sowie durch Spezialisten der UN, der EU, der OSZE und – zum ersten Mal – der Afrikanischen Union (AU). Erstmals wurde auch das vom ZIF entwickelte „Leitbild Ziviler Experte“ in allen Modulen angewandt und in die learning objectives integriert.

Angereichert wurde dieses fordernde Training von einem eintägigen 4x4 Fahrtraining am Teltow-Fläming Ring.

Im Anschluss an ein eintägiges Briefing für die deutschen Teilnehmenden durch das HR-Team des ZIF, reiste die Gruppe zum VN-Ausbildungszentrum der Bundeswehr in Hammelburg. Hier fand das „Hostile Environment Awareness Training (HEAT)“ statt, ein Standard-Kurs für Zivilisten, die auf Einsätze in Hochrisikogebiete vorbereitet werden. Angereichert wurde dieser mit spezifischen, vom ZIF entwickelten Modulen, wie „Behaviour in a Crowd“, „Teambuilding among Civilians in a Hostile Environment“ sowie „Stress Management“.

Der Grundkurs ist die letzte Stufe eines aufwendigen Verfahrens für die Aufnahme in den ZIF-Expertenpool. Die Mitgliedschaft in diesem Pool ist grundsätzlich Voraussetzung für die Sekundierung zu Friedenseinsätzen der EU und der OSZE.