„Grundkurs“ wird zu „Comprehensive Generic Training Peace Operations": Zivile Expertinnen und Experten trainieren erstmals gemeinsam mit der Polizei für Auslandseinsätze

28.03.2018

Bislang erhielten angehende Mitglieder des ZIF-Expertenpools im sogenannten "Grundkurs" Einblicke in die Arbeit von UN-, OSZE- und EU-Friedenseinsätzen sowie die dafür benötigten professionellen, persönlichen, sozialen und methodologischen Kompetenzen.

Nun hat das ZIF in enger Kooperation mit der Polizei Nordrhein-Westfalen das bestehende Konzept zur Einsatzvorbereitung erweitert und führte vom 8. bis 16. März 2018 das neu entwickelte "Comprehensive Generic Training Peace Operations" (CGTPO) durch.

Kompetenzbasiertes Lernen in einer internationalen Gruppe begleitet von Trainerinnen und Trainern vom ZIF und der Polizei, Austausch auf Augenhöhe (peer learning), Praxisorientiertheit und eine besondere Berücksichtigung des vernetzten Handelns (comprehensive approach) waren die Charakteristika dieses Kurses. 20 Teilnehmende aus Deutschland, Bosnien & Herzegowina, Georgien, Mali und der Zentralafrikanischen Republik arbeiteten sich durch ein herausforderndes Curriculum, das noch angereichert wurde durch einen Tag Unterweisung im Geländefahrtraining, Stress-Management, Verhalten in einer Menschenmenge und, last but not least, einem Hostile Environment Awareness Training (HEAT) beim VN-Ausbildungszentrum der Bundeswehr in Hammelburg.
Die deutschen Teilnehmenden erhielten zudem ein eintägiges Briefing durch das HR-Team des ZIF.

Der Grundkurs ist die letzte Stufe eines aufwendigen Verfahrens für die Aufnahme in den ZIF-Expertenpool. Die Mitgliedschaft in diesem Pool ist  Voraussetzung für die Sekundierung zu Friedenseinsätzen der EU und der OSZE.