Neue Perspektiven auf Zivil-Militärische Zusammenarbeit für ZIF-WahlbeobachterInnen

Foto: Bundeswehr

06.11.2018

Wie das vernetzte Handeln zwischen zivilen und militärischen ExpertInnen in einem praktischen Umfeld aussehen kann, wurde vom 19. bis 23. Oktober im unterfränkischen Bad Neustadt geprobt. An der „4-PCE/Blue Flag“-Übung, Teil der dreiwöchigen, internationalen Militärbeobachterausbildung des VN-Ausbildungszentrums der Bundeswehr, nahmen auch dieses Mal zwei ZIF- ExpertInnen teil. Janina Markewisch und Gerd Gersbeck waren in der Vergangenheit mehrmals in Wahlbeobachtungsmissionen für das ZIF im Einsatz und konnten ihre Erfahrungen als zivile ExpertInnen in die einwöchige Übung einbringen.

Um die Arbeit sowie Kooperation zwischen Militär und Zivilisten im Rahmen internationaler Friedenseinsätze in einem Krisenland möglichst realistisch zu üben, basierte die Übung auf einem Szenario: Im fiktiven Land Obsidia herrscht ein gewaltsamer Konflikt zwischen verschiedenen Ethnien und Regionen, der durch den Einsatz einer internationalen Friedensmission eingedämmt und gelöst werden soll. Frau Markewisch und Herr Gersbeck, als zivile ExpertInnen, übernahmen in diesem Szenario die Rolle von OSZE-Wahlbeobachtern. Gemeinsam mit den militärischen Akteuren wurde unter anderem simuliert, wie die Wahlbeobachtung im Szenario sicher durchgeführt werden und dabei die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet werden kann.

Die Mitwirkung der zivilen RollenspielerInnen an der Übung sei eine Bereicherung gewesen, so Gersbeck: „Sie hat für alle Seiten neue Perspektiven eröffnet. Ich empfand die Zusammenarbeit mit meiner Teampartnerin und mit den SoldatInnen aus aller Welt als sehr angenehm und konstruktiv. Ich bin dankbar, dass wir als Team einen wertvollen, sehr besonderen Einblick in die Arbeit von multinationalen UN-Streitkräften in einer Friedensmission bekommen konnten und unser Rollenverständnis als der Aufgabe zuträglich empfunden worden war.“

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