OCHA-Training “UN-Civil-Military-Coordination for the Middle East” in Berlin

09.05.2017

Vom 23. bis 28. April 2017 fungierte das ZIF als Gastgeber für den „UN-CMCoord Course for the Middle East” (UN-CMCoord-Kurs). Am Training nahmen 25 Personen verschiedener humanitärer VN- und EU-Organisationen, regionaler Regierungsorganisationen und dem Militär teil.

UN-CMCoord-Kurse sind vom Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) entwickelt worden. Die Aufgabe von OCHA ist es, die koordinierte Umsetzung von humanitären VN-Einsätzen durch Vernetzung relevanter Akteure vor Ort zu gewährleisten. Eine der wichtigsten Aufgaben dabei ist auch die effektive Koordinierung humanitärer und militärischer Zusammenarbeit (UN-CMCoord). Dies benötigt ein Verständnis über humanitäre Aufgaben und dem operationalem Kontext insgesamt, sowie über die Rolle, Zuständigkeiten, Strukturen, Kultur und Kooperationsansätze militärischer Akteuren.

In der Region des Nahen Ostens und des nördlichen Afrikas (MENA-Region) kommt es immer wieder zu gewaltsamen Konflikten und sozialen Unruhen, deren Folge erzwungene Migration sein kann. Das in Berlin durchgeführte Training “UN-CMCoord Course for the Middle East” wurde spezifisch auf die humanitäre und militärische Situation in der MENA-Region ausgerichtet. Ziel des Trainings war die Förderung geeigneter und effektiver zivil-militärischer Zusammenarbeit durch verstärktes Wissen und Verständnis hinsichtlich UN-CMCoord-Prinzipien und -standards. Die Teilnehmenden wurden mit Themen wie „UN-CMCoord Guidelines and Strategies“, „Communication and Mobilisation Strategies“, „UN-CMCoord Assessment Process and Mapping of Actors“, „Foreign Military and Mission-Owned Assets in Humanitarian Emergencies“, „Humanitarian Access“, und „Security of Humanitarian Activities and the Use of Armed Escorts“ vertraut gemacht. Anschließend wandten sie diese Themen in praktischen, situationsbezogenen Beispielen und Übungen an. Die insgesamt sechs Trainerinnen und Trainer sowie das heterogene und dynamische Feld an Teilnehmenden sorgten für eine sehr lebendige und positive Kursatmosphäre.

Seit 2011 arbeitet das ZIF, politisch und finanziell unterstützt durch das Auswärtige Amt (AA), im Rahmen des Stand-By-Partnership (SBP) mit OCHA zusammen. Das Programm trägt durch die kurzfristige Bereitstellung und das Training qualifizierter Experten und Expertinnen zur sichergestellten Koordination von Kriseneinsätzen bei. Durch verschiedene Kooperationsaktivitäten mit OCHA trägt das ZIF zur Steigerung der Effektivität und Effizienz der internationalen humanitären Hilfe in komplexen Krisenlagen bei.