„Vernetztes Handeln“ im CGTPO – Chancen und Herausforderungen

28.09.2018

Ein Raum. 20 Personen. Drei Polizisten, zwei Militärs und 15 zivile ExpertInnen. Sie sitzen an vier Tischen, diskutieren über ihre Zusammenarbeit und die dabei entstehenden Herausforderungen. Was bringt diese 20 Personen zusammen?

Sie alle verbindet, dass sie vom 6.-21. September 2018 im ZIF-Grundkurs „Comprehensive Generic Training Peace Operations“ (CGTPO) in Vorbereitung auf ihre Arbeit in Friedenseinsätzen teilnahmen. Auch dieses Mal war das „vernetzte Handeln“ ein zentrales Thema im Kurs, bei dem erstmals neben angehenden Mitgliedern des ZIF-ExpertInnenpools, PolizistInnen und internationalen Experten aus Serbien und Bosnien-Herzegowina auch Bundeswehrangehörige teilnahmen. Zum dritten Mal in diesem Jahr wurde das Training in enger Zusammenarbeit mit der Polizei Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Dabei setzte sich das Trainings-Team erstmals aus zivilen, polizeilichen und militärischen TrainerInnen zusammen. Das „vernetzte Handeln“ ist ein elementarer Bestandteil des ZIF-Konzepts „Ziviler Experte“. Hierbei wurden die Fähigkeiten der Selbstreflexion als auch die methodischen, professionellen und sozialen Kompetenzen gestärkt. Entlang eines Krisenszenarios, das vom ZIF entwickelt wurde, gewannen die TeilnehmerInnen Einblicke in die Arbeit von UN-, OSZE- und EU-Friedenseinsätzen.

In der zweiten Woche wurde neben einem Fahrtraining in unwegsamem Gelände das „Hostile Environment Awareness Training“ in Hammelburg absolviert. In Kooperation mit dem VN-Ausbildungszentrum der Bundeswehr wurden die TeilnehmerInnen praktisch auf fragile Situationen und Verhalten in feindlichen Umgebungen vorbereitet, die ihnen bei der Arbeit im Feld begegnen können. Hierbei wurde u.a. auf Themengebieten wie „Sicherheit und Risikoprävention“, „Verhalten in komplexen Situationen“ und „Stressbewältigung“ eingegangen.

Der Grundkurs ist die letzte Stufe des Aufnahmeverfahrens in den ZIF-Expertenpool, die deutschen (zivilen) TeilnehmerInnen erhalten daher ein zusätzliches eintägiges Briefing durch das HR-Team des ZIFs. Die Mitgliedschaft in dem ExpertInnenpool ist eine Voraussetzung für die Sekundierung zu Friedenseinsätzen der EU und OSZE, der NATO, der UN und anderer Regionalorganisationen.