ZIF Mitveranstalter bei Launch der "UN-EU Prioritäten 2019-2021"

02.12.2018

Am Freitag sind die 2019-2021 Priorities to Reinforce the UN-EU Strategic Partnership on Peace Operations and Crisis Management in Brüssel veröffentlicht worden - unter der Schirmherrschaft des österreichischen Vorsitzes im Rat der Europäischen Union zusammen mit dem UN Liaison Office for Peace and Security (UNLOPS). Das ZIF und das European Union Institute for Security Studies (EUISS) waren Mitveranstalter. Im Vorfeld hatten wir durch die Veranstaltung von zwei Workshops mit gemeinsamen Stakeholdern in New York und Brüssel 2018 zu dem Prozess beigetragen.

In den Prioritäten 2019-2021 wurden im Einklang mit den Reformen der Vereinten Nationen und den politischen Entwicklungen der EU acht umfassende Bereiche für die Zusammenarbeit der beiden Organisationen im Bereich Friedensoperationen und Krisenmanagement festgelegt.

Für das ZIF sind insbesondere zwei Prioritäten von Interesse: die Etablierung einer gemeinsamen Plattform zu Women, Peace and Security/1325 zur Erweiterung der Einbindung und Verbesserung von Gender-Perspektiven in der Kooperation, sowie die Kooperation UN-EU-AU (Afrikanische Union) in den Bereichen Friedensmissionen, Konfliktprevention, Krisenmanagemengt und regionale Strategien auszubauen.

Das 20jährige Jubiläum von 1325 fällt sowohl in den Zeitraum der deutschen Mitgliedschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, als auch der UN-EU Priorities. Deutschland kann die Umsetzung der Priorität 1 nicht nur unterstützen, sondern auch eine zentrale Rolle beim erstmaligen Ausrichten der EU-UN Plattform zu Women, Peace and Security spielen.

Die Partnerschaft zwischen UN, EU und AU ist wichtig, um effizienter und effektiver im Bereich Krisenmanagement zu reagieren. Da mehr als zwei Drittel aller Missionen in Afrika sind, muss auch das Verhältnis zur Afrikanischen Union intensiviert werden. Hier begrüßt das ZIF, dass die Prioritäten die - bereits 2017 beschlossene - Collaborative Platform zwischen AU-UN-EU 2019 nun endlich etablieren will.

Auf einem Podium diskutierten der stellvertretende Generalsekretär für die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik und Krisenreaktion im Europäischen Auswärtigen Dienst, Pedro Serrano, der Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen für Friedenssicherungseinsätze, Jean-Pierre Lacroix, und der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Mali und Leiter von MINUSMA, Mahamat Saleh Annadif. Die Geschäftsführerin des ZIF, Almut Wieland-Karimi, moderierte die Diskussion.

Bereits seit der Vorbereitungsphase der letzten UN-EU-Prioritäten 2015-2018 während der italienischen Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union im Jahr 2014 unterstützt das ZIF Partnerschaften zwischen der EU und den Vereinten Nationen im Bereich der Friedenseinsätze und wird sich auch 2019 mit diesem Thema auseinandersetzen.