ZIF bei der Humanitarian Networking and Partnership Week und dem jährlichen Stand-by Partnership Netzwerktreffen in Genf

18.02.2019

Anfang Februar fand in Genf die Humanitarian Networking and Partnership Week (HNPW) statt. Zum Programm gehörten auch die jährlichen Stand-by Partnership (SBP) Konsultationen am 4. und 5. Februar, an denen das ZIF als einer der Stand-by Partner (SBP) teilnahm. Das SBP-Netzwerk besteht aus Agenturen der Vereinten Nationen, die hauptsächlich in humanitären Bereich aktiv sind sowie aus Roster-Organisationen, die das Personal für humanitäre Kriseneinsätze zur Verfügung stellen. Die jährlichen Netzwerktreffen dienen dazu, die Kooperation zwischen VN-Agenturen und sekundierenden Organisationen zu vertiefen und an die aktuellen Bedürfnisse im Feld anzupassen. Das ZIF engagiert sich innerhalb des SBP-Netzwerkes im Bereich Personalfürsorge sowie für die institutionelle Förderung des SBP-Trainingssekretariats und unterstützt Trainingsmaßnahmen von OCHA (UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs). Dabei wird das ZIF politisch und finanziell durch das Auswärtige Amt unterstützt.

Gemeinsam mit anderen SBP-Organisationen hat das ZIF maßgeblich Vorschläge initiiert für eine bessere Personalfürsorge für sekundiertes Personal im VN-System - und wird sich auch weiterhin für dieses Thema engagieren. Ein aktuelles Thema ist u.a. auch die Verbesserung der Prävention von sexueller Ausbeutung und Gewalt in Stand-by-Einsätzen. Die Entsendung von Personal funktioniert ja, wie bei Friedenseinsätzen, über eine besondere „Dreieckskonstellation“ aus sekundierter/m Expertin/Experten, Entsendeorganisation und aufnehmender Organisation. Dieses Konstrukt mit geteilten Verantwortlichkeiten stellt hier eine besondere Herausforderung dar.

Auch wurde der Kooperationsvertrag des ZIF mit UN OCHA, das Memorandum of Understanding für die Entsendung in Kriseneinsätze, nun in Genf angepasst. Denn wir streben an, Personalvermittlungen in OCHA-Feldmissionen unter den Konditionen des Sekundierungsgesetzes zeitnah wieder aufzunehmen. Zudem konnten wir während der Tage in Genf das dortige ZIF-Experten-Netzwerk treffen und uns über aktuelle Entwicklungen austauschen.