„Zwischen Großmächten groß werden“ - ein ZIF-Kommentar zur Wahl der nichtständigen UN-Sicherheitsratsmitglieder

08.06.2018

Heute ist Wahltag: diesen Freitag, den 8. Juni 2018, entscheidet die Generalversammlung der Vereinten Nationen, welche Mitgliedsstaaten fünf der insgesamt zehn nichtständigen Sitze im UN-Sicherheitsrat für die "Wahlperiode" 2019/2020 erhalten. Deutschland ist einer der Kandidaten für einen nichtständigen Sitz - und dieser Platz im höchsten Entscheidungsgremium der Vereinten Nationen ist so gut wie sicher.

In einem Gastbeitrag auf ZEIT Online diskutiert Tanja Bernstein, Gastwissenschaftlerin in der Analyse-Abteilung des ZIF, die Wahl Deutschlands als nichtständigem Mitglied in den UN-Sicherheitsrat 2019/2020. Sie geht darin der Frage nach, wie Deutschland diesen Sitz nutzen kann, um sich auf internationaler Bühne und außenpolitischer Akteur zu profilieren und sinnvoll zur Arbeit der Vereinten Nationen beizutragen.

Bernstein rät Deutschland, nicht vor einer Führungsrolle in hochkarätigen Initiativen zurückzuschrecken. Dabei muss jedoch die richtige Balance zwischen thematischen und länderspezifischen Themen gewahrt werden, da die nichtständigen Mitglieder vor allem an ihrem Einfluss auf spezifische Länder oder Krisen gemessen werden. Zwar zieht Deutschland zu einem Zeitpunkt  großer geopolitischer Spannungen in den Sicherheitsrat. Doch gerade beispielsweise der Brexit kann der deutschen Rolle neuen Aufschwung geben, wenn Deutschland sich stärker engagiert, um EU-Prioritäten zu kommunizieren. Mit geringen Chancen auf einen ständigen Sitz im Rat in der näheren Zukunft sollte Deutschland die Gelegenheit in den kommenden zwei Jahren nutzen, um seinen Status auf der Weltbühne zu konsolidieren.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag.

Mehr Informationen des Auswärtigen Amts zur Kandidatur Deutschlands für den UN-Sicherheitsrat

Mehr zur Kandidatur Deutschlands für den UN-Sicherheitsrat auf deutschland.de