Virtueller Austausch zum Thema „Bedeutung des Multilateralismus in Zeiten der Pandemie“

18.06.2020

Am 18. Juni veranstaltete das Auswärtige Amt in Zusammenarbeit mit dem Büro Führungskräfte zu Internationalen Organisationen (BFIO), dem Verein deutscher Bediensteter in internationalen Organisationen (VDBIO), dem Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) eine "digitale Mini-Mitarbeiterkonferenz für deutsche Bedienstete internationaler Organisationen.

Außenminister Heiko Maas begrüßte die rund 900 angemeldeten Teilnehmenden, die sich aus aller Welt zur Videokonferenz mit dem Thema "Bedeutung des Multilateralismus in Zeiten der Pandemie“ zugeschaltet hatten. Maas thematisierte die durch die Pandemie entstandenen Herausforderungen für die Weltgemeinschaft und für Deutschland. Es trage durch seinen Vorsitz im UN-Sicherheitsrat und den unmittelbar bevorstehenden Vorsitz in der EU-Ratspräsidentschaft eine besonders prominente Verantwortung. Deutschland verstehe sich selbst als "Baumeister des Multilateralismus".

Susanne Baumann, Beauftragte der Bundesregierung für Fragen der Abrüstung und Rüstungskontrolle sowie Leiterin der Abteilung für internationale Ordnung, Vereinte Nationen und Rüstungskontrolle, und Gudrun Sräga, Koordinatorin für internationale Personalpolitik im Auswärtigen Amt, führten durch die Veranstaltung, die ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Organisationen und Funktionsbereichen in der ganzen Welt gestalteten. Missionsangehörige der UN-Friedensmissionen im Irak und in Kolumbien verdeutlichten die möglicherweise noch größere Gefahr für viele Krisengebiete, die sich über die neu entstanden gesundheitlichen Risiken hinaus entwickelt hätten. Die Ressourcen, die für die Bewältigung der Konflikte vor Ort zur Bekämpfung der Pandemie zum Einsatz kamen, fehlten dadurch nun an anderer, wichtiger Stelle.

Dr. Astrid Irrgang, stellvertretende Geschäftsführerin des ZIF, wies darüber hinaus auf die Brisanz des daraus entstehenden, globalen Gesamtbildes hin. Sie skizzierte die besondere Herausforderung der Arbeit in den Friedenseinsätzen unter den Bedingungen von COVID-19. Zugleich könne das ZIF seinem Auftrag durch gutes internes Krisenmanagement und hohe Leistungsbereitschaft des Teams ZIF und seiner Sekundierten voll nachkommen. Zur Fragerunde steuerte sie bei, wie noch besser gemeinsam eine strategische Personalpolitik für die deutsche Beteiligung an internationalen Organisationen gelingen könne.

 

Hier gelangen Sie zur Rede des Außenministers Heiko Maas.