Workshop zu digitalen Technologien im Rahmen von Friedenseinsätzen

09.10.2019

Im September 2018 legte UN-Generalsekretär Antonio Guterres seine erste Strategie zum Umgang der Organisation mit neuen Technologien vor. Dabei machte er deutlich, dass die UN angesichts der rasanten Entwicklungen in diesem Feld Möglichkeiten und Risiken intensiv untersuchen müssen, um ihr Mandat erfolgreich umzusetzen: "Without a stepped up, smart and responsible use of technology, we will fail to reach the SDGs and we will miss opportunities to prevent conflict und sustain peace." (S.7) 

Um Möglichkeiten und Risiken neuer, digitaler Technologien im Rahmen von Friedenseinsätzen auszuleuchten, organisierte das ZIF vom 1. bis 2. Oktober 2019 einen zweitägigen Expert Dialogue in Berlin.

Ausgehend von der Frage wie digitale Technologien die Natur von Konflikten, ihre Austragung und Regulierung verändern, befasste sich die Konferenz mit den Auswirkungen dieser Technologien auf die Umsetzung von Missionsmandaten (z.B. gezielte Verbreitung von Fehlinformationen via Social Media um ein Konfliktnarrativ umzuschreiben) und deren Einsatzmöglichkeiten in Friedensmissionen (z.B. verbessertes Frühwarnsystem durch weiterentwickelte Analyse-Tools). Im Rahmen von Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmer – Vertreter internationaler Organisation, aus Wissenschaft und Praxis, aber auch der Technology Community – Instrumente und Anwendungen, die eine effizientere Umsetzung von Mandaten ermöglichen könnten. Schließlich wurde auch der Frage Raum gegeben, welche Herausforderungen der Einsatz neuer Technologien in Friedensmissionen mit sich bringt.