Friedensmediation | Mediation Support


Friedensmediation ist „ein freiwilliger Prozess, in dem eine Drittpartei zwei oder mehr Parteien mit ihrer Zustimmung dabei unterstützt, einen Konflikt zu verhindern, zu handhaben oder zu lösen, indem sie ihnen hilft, beidseitig akzeptable Vereinbarungen zu entwickeln.“ (UN Guidance for Effective Mediation, 2012).


Der Begriff Mediation Support bezeichnet die professionelle (z.B. methodische, operative) Unterstützung von Mediatoren(teams) und Konfliktparteien in mediativ gestalteten Vermittlungsprozessen.

 

ZIF-Expertenpool und Sekundierungen zu multilateralen Organisationen

Als Beitrag zur Stärkung der Arbeit multilateraler Organisationen im Feld Mediation und Mediation Support sekundiert das ZIF deutsche zivile Expertinnen und Experten zu den jeweiligen Abteilungen internationaler Organisationen, wie der OSZE. Zusätzlich hält es im Rahmen des ZIF-Expertenpools Personal mit entsprechenden Fachkenntnissen für Mediationsprozesse vor und kann diese zur Verfügung stellen.

 

Training

Expertinnen und Experten die in einen Einsatz entsendet werden, müssen die Fähigkeit besitzen mit Konflikten verschiedener Art konstruktiv umzugehen und bei der Lösungsfindung unterstützend mitwirken zu können. Viele Missionen begleiten aktiv Friedensprozesse und beteiligen sich entweder direkt oder indirekt an der Stärkung der Friedensverhandlungen. Um die Fähigkeit der Expertinnen und Experten Friedensprozesse zu begleiten zu schärfen, bietet das ZIF Trainings über Mediation und Verhandlung an.  Aktuell, wird zusammen mit der Berghof Foundation ein Kurs über die Formate, Vorbereitungen und Herausforderungen von Verhandlungsprozessen in internationalen Friedensprozessen (siehe auch hier) jährlich durchgeführt.


Zusätzlich bietet das ZIF im Rahmen der nationalen Trainingspartnerplattform  Trainings für Führungskräfte in Friedensmissionen zur Stärkung ihrer Konfliktlösungskompetenzen in ihrem jeweiligen beruflichen Umfeld und am Arbeitsplatz.  Auch im Grundkurs, der zur generellen Vorbereitung auf Einsätze und für die Aufnahme in den ZIF-Expertenpool dient, wird die Rolle von Friedensmissionen in internationalen Mediationsprozessen thematisiert.


Darüber hinaus unterstützt das ZIF Mediationskurse von Partnern, wie den Kurs "Religion und Mediation" der vom Center for Security Studies der ETH Zürich durchgeführt wird, und bietet In-Mission-Module zu dem Thema direkt in den Missionen an.

 

Friedensmediation in der deutschen Außenpolitik

ZIF ist Teil der Initiative Mediation Support Deutschland (IMSD), die das Auswärtige Amt seit 2013 bei seinem Engagement im Bereich Friedensmediation und Mediation Support unterstützt und berät. 


Die IMSD steht im regelmäßigen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern des Auswärtigen Amtes über die Verankerung von Mediation in der deutschen Außenpolitik und führt gemeinsame Aktivitäten durch, die dem Thema mehr öffentliche Sichtbarkeit und Deutschlands Austausch mit internationalen Expertinnen und Experten verstärkt. In diesem Sinne wurden 2014 eine Konferenz zum Thema ‚Deutschland als Mediator – Friedensmediation in der deutschen Außenpolitik‘ und 2015 eine Expertenklausur über ‚Identifying Mediation Entry Points‘ in Berlin durchgeführt.


Darüber hinaus engagiert sich das ZIF bei dem Aufbau der Mediationsexpertise innerhalb des Auswärtigen Amtes und internationaler Außenministerien durch das Mitwirken an Ausbildungsmaßnahmen im Bereich Mediation für deutsche und internationale Diplomatinnen und Diplomaten.

Weitere Mitglieder der IMSD  sind die Berghof Foundation, der Center for Peace Mediation an der Europa-Universität Viadrina, der CSSP-Berlin Center for Integrative Mediation, und inmedio berlin - institut für mediation, beratung, entwicklung.  Mehr Information zu den Aktivitäten der IMSD finden Sie unter: www.friedensmediation-deutschland.de