Grundlagen Operativer Planung (NATO)

Die Kursdaten finden Sie an dieser Stelle angezeigt, sobald die Termine feststehen.

Kursbeschreibung

Eine Vielzahl multi-nationaler Friedenseinsätze findet unter Beteiligung von Streitkräften statt. Der Kurs beschäftigt sich vornehmlich mit der Planung der militärischen Anteile von Peace Support Operations unter Führung und Beteiligung der NATO. Die komplexen Ursachen gegenwärtiger, zumeist innerstaatlicher, Konflikte lassen sich in der Regel nicht mit militärischen Mitteln bewältigen, sondern bedürfen eines übergreifenden Lösungsansatzes (Comprehensive Approach) und der Kooperation von zivilen und militärischen Akteuren.

 

In der Bundeswehr wird für eine umfassende Konfliktanalyse und Planung von Operationen der NATO Operational Planning Process genutzt, der auch Planungsgrundlage für CSDP Operation der Europäischen Union bildet.  Der Kurs richtet sich vornehmlich an den militärischen Planer, bietet aber auch zivilen Teilnehmern (siehe Zielgruppe) die Möglichkeit sich mit dem Planungsverfahren vertraut zu machen.

 

Anhand eines fiktiven, aber realistischen Szenarios entwickeln die Teilnehmenden einen Lösungsansatz für den militärischen Beitrag zur Konfliktbewältigung. Die Struktur und Methodik des Planungsprozesses berücksichtigt, dass auch andere (zivile) Akteure und Organisationen (z.B. im Rahmen der Humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit) im Einsatzgebiet an einer Konfliktlösung arbeiten. 

Aufbauend auf einer Konfliktanalyse werden Konfliktursachen und mögliche Ansatzpunkte zur Konfliktbewältigung identifiziert. Darauf erfolgt eine Bestimmung des erforderlichen Handlungsbedarfs und des möglichen militärischen Beitrags, der komplementär zum Ansatz von zivilen Akteuren verstanden wird. Hierbei werden potenzielle Kooperations- und/oder Konfliktfelder der praktischen Interaktion mit anderen Sektoren im Rahmen der Umsetzung identifiziert.

 

Für den militärischen Beitrag werden alternative Handlungsoptionen entwickelt, die analysiert und verglichen werden. Ein wesentliches Element der Planung ist Bestimmung der erforderlichen Ressourcen und der Kooperations- und Koordinierungserfordernisse für die vorgesehen Operation. Die ausgewählte Handlungsoption bildet dann die Grundlage des zu erstellenden Operationskonzeptes für die bevorstehende Peace Support Operation.

 

Die Kurssprache ist Englisch.

 

 

Lernziele und Kursinhalt

 

Lernziele

 

Der Kurs befähigt die Teilnehmer, den operativen Planungsprozess als Verfahren zur Problemlösung und Entscheidungsvorbereitung militärischer Operationen innerhalb der Joint Operations Planning Group eines multi-nationalen Stabes anzuwenden.

 

Die gemeinsame Konfliktanalyse und Entwicklung eines abgestimmten Ansatzes zur Konfliktbewältigung stehen dabei im Mittelpunkt.

 

Kursmodule

  • Konfliktanalyse und Conflict Mapping (militärische und zivile Sichtweise)
  • Bestimmung des möglichen militärischen Beitrags zur Konfliktbewältigung im Rahmen eines übergreifenden Ansatzes
  • Entwicklung eines militärischen Ratschlags für die politische Führung
  • Beurteilung der Lage und Auswertung des zugewiesenen Auftrags
  • Entwicklung eines operativen Ansatzes
  • Entwicklung von alternativen militärischen Handlungsoptionen, dabei
  • Identifizierung von Notwendigkeiten, Herausforderungen, Aussichten und Möglichkeiten von abgestimmten und gemeinsamen zivil-militärischen Maßnahmen
  • Abstimmung von Prioritäten – Abfolge, Synchronisierung und Mittelverfügbarkeit
  • Analyse, Vergleich und Bewertung eigener Handlungsoptionen
  • Untersuchung und Bewertung operativer Risiken
  • Militärische Entscheidungsfindung

Zielgruppe

Das Training richtet sich im zivilen Bereich ausschließlich an Mitglieder des ZIF Experten Pools. Angesprochen sind Expertinnen und Experten aus dem zivilen, dem polizeilichen und militärischen Umfeld. Bestehende Einsatzerfahrung mit den VN oder anderen internationalen Organisationen ist wünschenswert. Pro Kurs stehen dem ZIF bis zu drei Ausbildungsplätze zur Verfügung.


Tagungsstätte

Der Kurs findet an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg statt.

 

 

Kursgebühr

Es gibt keine Kursgebühr. Die Übernachtung wird von der Führungsakademie kostenfrei zur Verfügung gestellt. Für die Verpflegung ist jede/r Teilnehmer/in auf sich selbst gestellt. Das Kurskonzept sieht auch gemeinsame Abendveranstaltungen vor, daher wird die Übernachtung in der Tagungsstätte empfohlen. Versicherungs- oder Reisekosten sind nicht in der Kursgebühr enthalten und werden nicht erstattet.

 

 

Bewerbungsprozess

Die Bewerbung für den Grundlage für Operative Planung (NATO) Kurs läuft über die ZIF Datenbank. Bitte klicken Sie auf den Link 'Bewerben' oben rechts auf dieser Webseite und folgen Sie den Anweisungen die zu Ihrem Profil passen.

 

Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Bewerbung nur berücksichtigen können, wenn ihr ein kurzes (1-2 Absätze) und aussagekräftiges Motivationsschreiben beiliegt.