Supporting Peace Negotiation and Mediation on Track I: Implementing Comprehensive Peace Agreements

Die Kursdaten finden Sie an dieser Stelle angezeigt, sobald die Termine feststehen.

Kursbeschreibung

Bewerbungsschluss: 3. September 2017

Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Bewerbung nur berücksichtigen können, wenn ihr ein aussagekräftiges Motivationsschreiben beiliegt. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt „Bewerbungsverfahren“ weiter unten.


In den letzten Jahren hat die internationale Gemeinschaft ihren Beitrag für die friedliche und konstruktive Beilegung von Konflikten erhöht. Unter anderem durch die Unterstützung von nationalen Dialogprozessen, der Durchführung von Mediationsprozessen, und der Vorbereitung von Konfliktparteien auf umfangreiche Verhandlungsprozesse arbeiten internationale Organisationen mit Konfliktparteien und der Gesellschaft eines Postkonfliktstaates um nachhaltige und umsetzbare Lösungen zu finden. Eine Vielzahl an Fähigkeiten zur effektiven Unterstützung umfangreicher Reformprozesse in fragilen Staaten werden heutzutage vermehrt von Fachleuten in Friedenseinsätzen erwartet.

Dieser Kurs konzentriert sich auf Mediationsprozesse die auf „Track I“ in jenen Phasen stattfinden, in denen bereits ein Friedensabkommen geschlossen wurde, das nun umgesetzt werden muss. Die Teilnehmer sollen folglich auf die Herausforderungen vorbereitet werden, die sich in dieser so-genannten Umsetzungsphase ergeben.

Nachdem ein Abkommen geschlossen wurde, bestehen eine Reihe von Lösungen auf dem Papier, die durch weitere Verhandlungen umgesetzt werden müssen. Dies kann wiederum die Unterstützung von Drittparteien erfordern. Des Weiteren gibt es neue Streitpunkte, da Konfliktparteien teils große Risiken eingehen und für sie viel auf dem Spiel steht. Neue Konfliktkonstellationen, -akteure und -inhalte treten hervor, die erfordern, dass Mediatoren den Konflikt fortwährend neu analysieren und einordnen müssen. Deshalb kann, was zunächst überraschend erscheint, in dieser Phase ein höherer Mediationsbedarf bestehen als zuvor.

Deshalb ist es notwendig, dass Expertinnen und Experten, die in Friedensprozesse eingebunden sind, ein profundes Verständnis von Verhandlungsdynamiken und Mediationstechniken besitzen. Dabei ist es unerheblich ob sie selber als Mediatoren auftreten oder in unterstützender Funktion tätig sind. Zu diesen wichtigen Techniken gehören u.a. kommunikative und soziale Kompetenzen, die es Experten und Expertinnen ermöglichen effektiv mit Konflikten umzugehen.

Dieser Kurs ist kein Einführungskurs in Mediation oder Verhandlung und erfordert dass Teilnehmende Vorkenntnisse des Konzepts und idealerweise schon Erfahrung im Bereich Mediation oder Mediation Support haben. Der Kurs ist sehr interaktiv und ermöglicht Teilnehmenden durch Simulationen und Gruppenübungen die Theorien und Techniken, die im Kurs vorgestellt werden, auszuprobieren und anzuwenden. Die Kurssprache ist Englisch.
 
Dieser Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Berghof Foundation, die über umfangreiche Erfahrung im Bereich internationaler Mediation und Mediation Support verfügt, entwickelt und umgesetzt. Die Trainer sind praktizierende Mediatoren mit Erfahrung im internationalen Krisenkontext.

 

 

Kursinhalt und Lernziele

Der Kurs ist auf drei Säulen aufgebaut:

  1. Grundlagen für Verhandlungstechniken in jeder Phase eines Friedensprozesses
  2. Grundlagen, Konzepte und Techniken der Mediation
  3. Herausforderungen für die Umsetzung von Friedensabkommen in Theorie und Praxis


Teilnehmende des Kurses werden:

  • einen Überblick über die Entwicklung von Friedensprozessen bekommen und identifizieren wo Mediation und Mediation Support einen wichtigen Beitrag zur Konfliktlösung leisten kann.
  • verstehen welche Faktoren Mediationsprozesse stärken und den Erfolg bei der Umsetzung eines Abkommens und dessen Nachhaltigkeit erhöhen können.
  • ihren methodologischen Fokus auf Mediations- und Verhandlungsgrundlagen stärken, um bessere Strategien für die Unterstützung von Friedensverhandlungen durch Drittparteien zu entwickeln.
  • Kommunikationstechniken und vertrauensbildende Maßnahmen anwenden können, die benötigt werden, um Mediation und Mediation Support Aktivitäten erfolgreich durchzuführen.
  • Die durch unterschiedliche Konfliktdynamiken erzeugten Herausforderungen für die Unterstützung der Umsetzung von Abkommen erkennen, wie z.B. die Einbindung von (bewaffneten) nicht-staatlichen Akteuren oder die Arbeit mit asymmetrischen Konfliktparteien.
  • den Einfluss externer Faktoren so wie die Rahmenbedingungen auf einen Mediationsprozess erkennen und bei der Umsetzung in Betracht ziehen.

Zielgruppe

Dieser Kurs ist vorgesehen für Expertinnen und Experten (Zivil, Polizei, oder Militär), die in Friedensmissionen oder bei internationalen Organisationen im Bereich Mediation oder Mediation Support tätig sind. Dies ist kein Einführungskurs in Mediation, sondern setzt voraus dass Teilnehmende mit Grundlagen des Themas vertraut sind, besonders im internationalen Kontext.

 

 

Kursgebühr

€ 750,00 für externe Bewerberinnen und Bewerber
€ 150,00 für Mitglieder des ZIF-Expertenpools, Angehörige der Polizei und der Bundeswehr

Die Kursgebühr beinhaltet die Kosten für Übernachtung und Verpflegung während des Trainings. Das Kurskonzept sieht auch gemeinsame Abendveranstaltungen vor. Daher wird die Übernachtung in der Tagungsstätte empfohlen. Es erfolgt keine Erstattung bzw. Reduzierung der Kursgebühr bei Nichtinanspruchnahme der Übernachtungsmöglichkeit. Versicherungs- oder Reisekosten sind nicht in der Kursgebühr enthalten und werden nicht erstattet.

Das ZIF bietet eine begrenzte Anzahl von Stipendien für national staff bei UN, EU und OSZE Missionen an. Für mehr Information über diese Stipendien, wenden Sie sich bitte an die ZIF Ansprechpartnerin für den Kurs.

 

Für UN national staff: Bitte bewerben Sie sich nicht direkt beim ZIF, sondern über Ihr Trainingsteam oder Ihre/n Vorgesetzte/n.

 

 

 

Bewerbungsverfahren

Die Bewerbung für den Kurs verläuft für alle Bewerberinnen und Bewerber (Zivil, Polizei, und Bundeswehr) über die ZIF Datenbank. Bitte klicken Sie auf 'Bewerben' oben rechts auf dieser Webseite und folgen Sie den Anweisungen.

 

Wichtiger Hinweis für Bewerberinnen und Bewerber, die nicht Teil des ZIF Expertenpools sind:
Bitte wählen Sie bei der Registrierung im Menü "Application for:" die Option "Training Only".

Der Bewerbungsschluss ist der 3. September 2017. Eine Rückmeldung über ihre Auswahl erfolgt bis spätestens 6. Oktober 2017.
 
Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Bewerbung nur berücksichtigen können wenn ihr ein kurzes (300 Wörter, in englischer Sprache) Motivationsschreiben beiliegt, welches in Ihr Profil in der ZIF Datenbank hochgeladen werden muss. Das Schreiben sollte sich an den folgenden Fragen orientieren:

  • What are your prior experiences with mediation/negotiation processes and/or mediation support?
  • Why is the course relevant to your current/future work and how can you apply its contents in your professional context?