Team & Conflict Management in Peace Operations - Meeting the Challenges of Multicultural Teamwork

Nächster Termin: vom 25.02.2019 bis 01.03.2019
Anmeldeschluss: 11.01.2019

In Kürze

Das ZIF bietet keine Stipendien an und übernimmt keine Reisekosten.

 

 

Kursbeschreibung

Die Arbeit in einem internationalen Team in Friedenseinsätzen ist spannend und erfüllend. Aber zuweilen auch stressig und belastend. Die größte Herausforderung im Feld ist gar nicht so sehr die häufig prekäre Sicherheitslage im Gastland, sondern Probleme zwischen den KollegInnen und Vorgesetzten. So hat die ZIF-Studie zu Stress-Management und Konsultationen mit Missionsangehörigen gezeigt, dass Stress vor allem durch Konflikte im Team und mit Vorgesetzten ausgelöst wird. Auf die fragile Sicherheitslage im Feld ist man vorbereitet. Aber auf den potenziellen Stress im internationalen Team eben nicht unbedingt. Konflikte im Team entstehen oft aufgrund mangelnden gegenseitigen Verständnisses und unterschiedlicher Vorstellungen darüber, wie die Umsetzung des Mandats erreicht werden soll. Oft liegt dies an unzureichender Vorbereitung darauf, wie konstruktiv mit der Vielfältigkeit der Teams umgegangen werden kann, um die Diversität nicht als Herausforderung zu sehen, sondern als Chance zu nutzen. In anderen Fällen löst die fehlende Unterstützung einiger Vorgesetzten oder das Gegenteil, zu hohe Erwartungen und Mikromanagement, Stress bei MitarbeiterInnen aus.

Gute Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung im Team sowie zwischen KollegInnen und ihren Vorgesetzten sind unter anderem die Voraussetzungen für Resilienz im Team, ein produktives Arbeitsumfeld, und damit letztendlich die Umsetzung des Mandats. Zu den dafür benötigten Kernkompetenzen gehören interkulturelle Kommunikation, Konfliktmanagement, Selbstreflexion, Führung sowie Team- und Vertrauensbildung. Der Kurs bietet den Teilnehmenden die Chance, ihre Kenntnisse und ihr Können in Führungs- und Teamarbeit und Konfliktmanagement zu testen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Der Kurs schließt eine Lücke auf dem europäischen Markt der Trainingskurse zur Einsatzvorbereitung von zivilen ExpertInnen sowie Personal von Polizei und Militär.

Der Kurs wurde im Rahmen der Trainingspartnerplattform (TPP) von der Bundespolizeiakademie Lübeck und dem ZIF entwickelt und wird gemeinsam durchgeführt.

Lernziele und Kursinhalt

Lernziele

 

Durch den Kurs

  • erkennen und reflektieren die Teilnehmenden die Rolle von Kultur und kultureller Diversität in Friedenseinsätzen,
  • erlernen Teilnehmende effektiv und kultursensibel zu kommunizieren, auch zwischen Militär, Polizei und zivilem Personal,
  • wissen Teilnehmende, wie sie team- und vertrauensbildende Tools anwenden können,
  • können Teilnehmende interpersonelle und interkulturelle Konflikte im Missionskontext analysieren, und können ihr eigenes Konfliktverhalten reflektieren,
  • können Teilnehmende Maßnahmen zur Lösung von interpersonellen / interkulturellen Konflikten umsetzten,
  • verstehen Teilnehmende Führungskonzepte und –„Stile“, sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Militär, Polizei und Zivilisten,
  • sind Teilnehmende in Führungspositionen in der Lage Methoden anzuwenden, um ein Team zu motivieren und zu stärken.

 

Kursmodule

 

1.a. Einführung in interkulturelle Kompetenz – online Pflichtmodule (1h 30min)
1.b. Kontext der Friedenseinsätze, kulturelle Vielfalt und Stereotypen 
2. Kommunikation und Motivation
3. Interpersonelle / interkulturelle Konflikte und Konfliktverhalten  
4. Maßnahmen zum Management interpersoneller / interkultureller Konflikte
5. Team- und Vertrauensbildung
6. Führung von multikulturellen Teams in Friedenseinsätzen
7. Selbstfürsorge, Resilienz und Stressmanagement

 

Dieses Training richtet sich nach den Prinzipien des selbstgesteuerten und teilnehmerzentrierten Lernens, indem interaktive und partizipative Methoden und Aktivitäten angewendet werden.
Kursbegleitend wird ein Kompendium mit Materialien zu Kursinhalten ausgehändigt.

 

 

Zielgruppe

Dieser Kurs richtet sich an zivile ExpertInnen sowie an Personal von Polizei und Militär, die in UN-, EU-, OSZE-Friedensmissionen oder weiteren Feldeinsätzen gearbeitet haben oder in Zukunft eingesetzt werden.

 

Gruppengröße

10-16

Tagungsstätte

Der Kurs findet in Räumlichkeiten der Bundespolizeiakademie in Lübeck statt.

 

 

Kursgebühr

Für Mitglieder des ZIF Expertenpools

 

Durch die Mitgliedschaft des ZIF in der Trainingspartnerplattform müssen Mitglieder des ZIF-Expertenpools nur die Kosten für Übernachtung und Verpflegung bei der Tagungsstätte übernehmen. Die Kosten belaufen sich auf ca. 150,00 €/Woche, plus Verpflegung. Versicherungs- oder Reisekosten sind nicht in der Kursgebühr enthalten und werden nicht erstattet.

Das ZIF bietet keine Stipendien an.

 
Für externe Bewerberinnen und Bewerber (nicht Bundeswehr)

Für externe Bewerberinnen und Bewerber, die sich auf den Kurs bewerben möchten, belaufen die Kosten sich auf 530,00 €/Woche, plus Verpflegung.

 

 

Bewerbungsverfahren

Für Mitglieder des ZIF-Expertenpools

 

Mitglieder des ZIF-Expertenpools bewerben sich über die ihr Profil in der ZIF Datenbank. Bitte klicken Sie auf 'Bewerben' oben rechts auf dieser Webseite und folgen Sie den Anweisungen. Wenn Sie sich noch nach dem Anmeldeschluss bewerben möchten, wenden Sie sich bitte direkt an die auf der Webseite genannte Kontaktperson.

 

Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Bewerbung nur berücksichtigen können, wenn ihr ein kurzes, aktuelles und aussagekräftiges (min. 2 Absätze max. 1 Seite) Motivationsschreiben beiliegt.

 

 Für externe Bewerberinnen und Bewerber (nicht Bundeswehr)

Externe Bewerberinnen und Bewerber, die sich auf den Kurs bewerben möchten, richten ihre vollständige Bewerbung (kurzes Anschreiben und akteuller CV) bitte direkt an Herrn Markus Feilke von der Bundespolizeiakademie Lübeck unter s.wolter(at)zif-berlin.org

 

Für Angehörige der Bundeswehr Angehörige der Bundeswehr die sich auf den Kurs bewerben möchten, wenden sich bitte direkt an das VN-Ausbildungszentrum der Bundeswehr in Hammelburg.