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Humanitäre Hilfe unter Druck: ZIF mit dem Partnernetzwerk bei Humanitarian Networks Partnerships Weeks in Genf

| ZIF-Meldung
© ZIF & SBP Netzwerke

Genf/Berlin. Weltweit sind derzeit rund 239 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Aufgrund begrenzter internationaler Mittel erreicht die Unterstützung jedoch aktuell nur etwa 87 Millionen Menschen – rund ein Drittel der Betroffenen. Vor diesem Hintergrund standen Effizienz, Kooperation und strukturelle Reformen im Mittelpunkt der diesjährigen Humanitarian Networks and Partnerships Weeks (HNPW) in Genf.

Die Konferenz gilt als eines der wichtigsten jährlichen Treffen der internationalen humanitären Community. Angesichts steigender Bedarfe und sinkender Budgets diskutierten Vertreter:innen von Regierungen, internationalen Organisationen und Hilfswerken Wege, um das humanitäre System effizienter und wirkungsvoller zu gestalten. Der sogenannte „Humanitarian Reset“ zielt darauf ab, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen und mehr Menschen in Krisen zu erreichen.

UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher betonte die Bedeutung von Effizienz und Rechenschaft: „Every dollar wasted is a life not reached.“ Zugleich rief er zu stärkerer Zusammenarbeit zwischen Organisationen auf.

Auch eine Delegation des ZIF nahm an den Gesprächen in Genf teil. Geschäftsführerin Dr. Astrid Irrgang und Recruiterin Caroline Schmidt tauschten sich unter anderem mit dem Standby Partnership Network aus, das die Vereinten Nationen durch die Entsendung von Fachpersonal unterstützt – und dem das ZIF seit 2019 angehört. Allein 2025 stellte das Netzwerk 1.106 Expertinnen und Experten in 78 Ländern bereit.

Das ZIF arbeitet eng mit mehreren humanitären Organisationen der Vereinten Nationen zusammen und entsendet – sekundiert - Fachkräfte unter anderem zum World Food Programme, zur World Health Organization sowie zum United Nations High Commissioner for Refugees.

Am Rande der Konferenz traf Astrid Irrgang zudem die Ständige Vertreterin der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in Genf, Botschafterin Antje Leendertse, zu einem Austausch über aktuelle Entwicklungen in der internationalen humanitären Zusammenarbeit.