Zwei ZIF-Expertinnen leiten EU-Missionen in der Ukraine und Moldau
Der Rat der Europäischen Union hat zwei leistungsstarke deutsche Expertinnen in leitende Funktionen ziviler EU-Missionen berufen:
- Cornelia Taylor ist seit 1. Juli 2026 Head of Mission der EU Advisory Mission in der Ukraine (EUAM Ukraine).
- Kirsten Joppe übernahm bereits am 25. April 2026 die Leitung der EU Partnership Mission in der Republik Moldau (EUPM Moldova).
Beide verfügen über langjährige internationale Erfahrung in zivilen Friedens- und Stabilisierungseinsätzen – und waren zuvor in verschiedenen Funktionen als ZIF-Sekundierte im Einsatz.
Cornelia Taylor: Führungserfahrung in fragilen Sicherheitskontexten
Cornelia Taylor ist Juristin mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im zivilen Krisenmanagement.
Ihre internationale Laufbahn umfasst leitende Positionen in UN- und EU-Missionen unter anderem im Kosovo, in der Demokratischen Republik Kongo und in Afghanistan. Zuletzt war sie seit Februar 2024 stellvertretende Missionsleiterin der OSZE-Mission im Kosovo, sekundiert durch das ZIF im Auftrag des Auswärtigen Amtes.
Im Rahmen ihrer neuen Aufgabe führt sie die EUAM Ukraine und übernimmt damit eine Mission, die unter anderem Reformprozesse, Menschenrechtsstandards, Grenzmanagement sowie – seit der Mandatserweiterung – auch die Bekämpfung hybrider Bedrohungen und die Unterstützung der Strafverfolgung internationaler Verbrechen umfasst.
Kirsten Joppe: Governance-Expertise und langjährige EU-Erfahrung
Kirsten Joppe ist Governance-Expertin mit über 20 Jahren Erfahrung in Friedenseinsätzen, Menschenrechten und internationaler Beratung.
Sie war unter anderem in der OSZE-Mission im Kosovo tätig und arbeitete im Auswärtigen Amt als Länderreferentin für Armenien und Aserbaidschan. In der EU-Missionsarchitektur verfügt sie über umfassende operative Erfahrung: Nach mehr als sechs Jahren in der Ukraine wechselte sie im November 2024 zur EUPM Moldova, wo sie als stellvertretende Missionsleiterin und Stabschefin tätig war, auch sekundiert durch das ZIF im Auftrag des Auswärtigen Amtes.
Mit ihrer Ernennung zur Head of Mission übernimmt sie die Leitung einer Mission, die seit 2023 die Resilienz des moldauischen Sicherheitssektors stärkt – insbesondere im Umgang mit Krisenmanagement, Cyberbedrohungen und ausländischer Informationsmanipulation.
ZIF-Sekundierungen als Karrierebausteininternationaler Führungsverantwortung
„Ich gratuliere Cornelia Taylor und Kirsten Joppe sehr herzlich zu ihren anspruchsvollen Leitungsfunktionen in zwei wichtigen EU-Missionen,“ sagt Dr. Astrid Irrgang, ZIF-Geschäftsführerin. „Beide haben mit herausragender Expertise internationale Einsätze geprägt und wesentlich zu deren Wirkung beigetragen. Als Führungspersönlichkeiten stehen sie beispielgebend dafür, dass aus Sekundierungen langfristige Gestaltungskraft in der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik erwächst.“
Bedeutung für europäische Krisen- und Sicherheitspolitik
Die Ernennungen erfolgen in einer Phase anhaltender sicherheitspolitischer Herausforderungen in der europäischen Nachbarschaft. EU-Missionen wie EUAM Ukraine und EUPM Moldova haben infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine an Bedeutung gewonnen und sind für die EU zentrales Instrument in ihrer Außen- und Sicherheitspolitik sowie der perspektivischen EU-Erweiterung.