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Tag des Peacekeeping 2026: Deutschland würdigt Personal in internationalen Friedenseinsätzen

| ZIF-Meldung

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Am 11. Juni 2026 würdigen das Auswärtige Amt, das Bundesministerium des Innern und das Bundesministerium der Verteidigung beim Tag des Peacekeeping das Engagement der 2.096 deutschen Fach- und Führungskräfte in internationalen Friedenseinsätzen.

Der Tag des Peacekeeping wird jährlich begangen, um die Arbeit der Menschen sichtbar zu machen, die in internationalen Missionen und Friedenseinsätzen unter oft herausfordernden Bedingungen Verantwortung übernehmen. Die diesjährige Veranstaltung findet im Auswärtigen Amt statt.

Deutschland beteiligt sich mit zivilem, polizeilichem und militärischem Personal an Einsätzen der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, der OSZE, der NATO und anderer internationaler Organisationen. Die entsandten Expert:innen leisten Beiträge zur Konfliktprävention, Stabilisierung, Rechtsstaatsförderung, Sicherheitssektorreform, Wahlbeobachtung, Mediation sowie zum Schutz von Menschenrechten – und verdeutlichen so die Vielfalt der Aufgaben in internationalen Missionen.

Würdigung herausragender Leistungen

Jedes der drei beteiligten Ministerien zeichnet auf der Veranstaltung drei Personen aus, die sich durch besonderes Engagement in internationalen Friedenseinsätzen verdient gemacht haben. Das Verteidigungsministerium ehrt in diesem Jahr militärisches Personal aus Einsätzen in Bosnien und Herzegowina, Libanon und dem Südsudan. Der Bundesinnenminister ehrt Polizist:innen aus internationalen Einsätzen Zypern, Armenien und Südsudan.

Die zivilen Laureat:innen werden durch den Außenminister geehrt und sind über das ZIF in den Einsatz sekundiert (entsandt).

Thomas Körner ist Leiter der Legal Unit der International Crimes Component der EU Advisory Mission Ukraine und unterstützt ukrainische Partner bei der strafrechtlichen Aufarbeitung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie bei der Stärkung rechtsstaatlicher Strukturen.

Thomas Hofmann, Head of Security and Health bei der EU Border Assistance Mission for the Rafah Crossing Point (EUBAM Rafah), wird für seine Leistungen im internationalen Sicherheitsmanagement geehrt. Er trägt Verantwortung für die Sicherheit der Mitarbeitenden der Mission und schafft die Voraussetzungen dafür, dass diese ihren Auftrag auch unter schwierigen Bedingungen erfüllen können.

Patricia Albermann, Strategic Communication Advisor im NATO Liaison Office in der Republik Moldau, wird für ihre Arbeit im Bereich strategische Kommunikation und Resilienz ausgezeichnet. Sie unterstützt moldauische Institutionen beim Umgang mit Desinformation und beim Aufbau nachhaltiger Fähigkeiten zur Krisenbewältigung.

Das ZIF als Partner internationaler Friedenseinsätze

Das ZIF unterstützt im Auftrag der Bundesregierung die Entsendung deutscher Expert:innen in internationale Friedensmissionen. Die ausgezeichneten Laureat:innen stehen stellvertretend für viele Fach- und Führungskräfte, die weltweit einen Beitrag zu Frieden, Sicherheit und Stabilität leisten.

Über Deutschlands Engagement

Deutschland beteiligt sich substanziell an internationalen Friedenseinsätzen und übernimmt damit weltweit Verantwortung für Frieden und Sicherheit. Aktuell sind insgesamt 2.096 Deutsche an internationalen Friedenseinsätzen beteiligt - davon 146 sekundierte zivile deutsche Expert:innen, 1.865  Bundeswehr-Soldat:innen und 85 Polizeibeamt:innen (Stand: Mai 2026). Der deutsche Beitrag zum Budget des VN-Peacekeeping beträgt für den Budgetzeitraum Juli 2025 bis Juni 2026 278,4 Mio. USD. Damit ist Deutschland viertgrößter Beitragszahler mit einem Anteil von 5,69% am gesamten VN-Peacekeeping-Budget.