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ZIF-Besuch bei EUCAP Sahel Mali: Austausch mit sekundiertem Personal und Führungskräften vor Ort

Afrika Sahelzone
Mali
EU
| ZIF-Meldung

Die stellvertretende Direktorin des ZIF, Dr. Katja Niethammer, und der Leiter des Teams Sicherheit, Matthias Bischoff, haben die EU-Mission EUCAP Sahel Mali besucht. Im Mittelpunkt der Dienstreise standen der direkte Austausch mit den dort eingesetzten deutschen Sekundierten und der Missionsleitung sowie umfassende Einblicke in die operative Arbeit vor Ort.

Während des Aufenthalts machte sich die ZIF-Delegation ein genaues Bild davon, wie gezielt die Mission Kapazitäten im malischen Sicherheitssektor aufbaut.

„EUCAP Sahel Mali zeigt eindrucksvoll, was eine fokussierte zivile Mission bewegen kann. Trotz einer äußerst schwierigen Sicherheitslage und Unterbesetzung setzt die Mission ihr Mandat mit hoher Präzision und Wirkung um“, so Dr. Niethammer. „Die direkte Unterstützung der malischen Sicherheitskräfte im Krisenmanagement, Training u.a. in der Bekämpfung von Drogenschmuggel oder bei gezielten Infrastrukturprojekten leistet einen spürbaren Beitrag zur Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit.“

Ein konkretes Beispiel ist die Unterstützung des malischen Zivilschutzes im Bereich der Flussrettung. Durch die Kombination aus Infrastrukturförderung und Ausbildungsmaßnahmen werden die lokalen Kräfte befähigt, Rettungseinsätze auf den Wasserwegen eigenständig und sicher durchzuführen. 

Aufgaben und Schwerpunkte von EUCAP Sahel Mali

Als exekutivfreie Kapazitätsaufbaumission unterstützt EUCAP Sahel Mali seit 2015 die Reform des malischen Sicherheitssektors. Trotz der gravierenden politischen Umwälzungen konnte die Mission weitere daran arbeiten, die die institutionellen Kapazitäten von Polizei und Zivilschutz zu stärken und das Vertrauen zwischen Sicherheitskräften und Zivilbevölkerung zu fördern. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei immer auf der Wahrung der Menschenrechte, der Korruptionsprävention und der Rechtsstaatlichkeit. 

Einblicke in die Missionsarbeit und Kooperation mit Partnern

Das mehrtägige Besuchsprogramm bot der ZIF-Delegation wichtige Einblicke in die operative Praxis. Neben Gesprächen mit dem Missionsleiter Eugène van Kemenade und Briefings durch die verschiedenen Facheinheiten besuchte die Delegation mehrere Projektstandorte und Ausbildungsstätten in Bamako und konnte sich dabei mit den malischen Partner:innen austauschen. Dazu gehörten unter anderem Einblicke in Trainingsmaßnahmen im Bereich Prävention von Drogenkriminalität. Ergänzt wurde das Programm durch Treffen bei der Deutschen Botschaft in Bamako.

Das ZIF als Arbeitgeber

Ein weiteres Anliegen der Reise war die Wahrnehmung der arbeitgeberseitigen Fürsorgepflicht (Duty of Care) gegenüber den deutschen Expertinnen und Experten. Besonders eng gestaltete sich der Austausch mit den ZIF-Sekundierten in leitenden Funktionen, Philipp Schweers (Chief of Staff der Mission) und Carmen Meinhold (Head of Press and Public Information Office). Die ZIF-Delegation konnte sich so einen Eindruck der Sicherheitslage und den Arbeitsbedingungen verschaffen. 

Ausblick

Unsere Beratungsleistung beinhaltet unter anderem die Gestaltung von Mandaten. Die Rückkopplung mit dem Feld ist deshalb entscheidend: das Einsatzwissen der Sekundierten soll politisch Entscheidungsgrundlagen in Deutschland bestmöglich anreichern. Die Einblicke vor Ort schärfen das politische Verständnis dafür, worauf es in Mali ankommt und wo eine europäische Präsenz einen echten Mehrwert stiftet.