Direkt zum Inhalt

Welttag der humanitären Hilfe: ZIF-Expert:innen weltweit im Einsatz für Menschen in Not

UN Weitere
| ZIF-Meldung

Der Welttag der humanitären Hilfe wurde von den Vereinten Nationen in Gedenken an den Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad am 19. August 2003 ins Leben gerufen, bei dem 22 Menschen starben. Der Tag erinnert an den Mut all jener, die unter oft extremen Bedingungen Nothilfe leisten.

In diesem Jahr steht der Tag unter dem Leitmotiv #ActForHumanity: Die globale UN-Kampagne fordert den konsequenten Schutz von humanitären Einsatzkräften sowie der zivilen Bevölkerung und pocht auf die Einhaltung des humanitären Völkerrechts in Konfliktgebieten. Der Kampagnenslogan „Die Zeit der Besorgnis ist vorbei. Jetzt ist es an der Zeit, Konsequenzen zu ziehen“ macht deutlich, dass die UN einen dringenden Handlungsbedarf der Weltgemeinschaft sieht – vor dem Hintergrund von einschneidenden Budgetkürzungen und sinkender Bereitschaft der Mitgliedstaaten, sich zu engagieren.

Das ZIF steht als deutscher Partner fest an der Seite des UN-Systems, wenn es darum geht, internationale Notfalleinsätze wirksam und personell stark aufzustellen.

Das „Instrument“ Sekundierung: Fachexpert:innen kurzfristig da, wo sie gebraucht werden

Die Entsendung von qualifiziertem Personal in humanitäre Kriseneinsätze bildet das Herzstück des humanitären Portfolios des ZIF. Seit 2019 bringen wir im Auftrag des Auswärtigen Amts gezielt ziviles Fachwissen dorthin, wo der Personalbedarf der humanitären UN-Organisationen am größten ist.

  • Starke UN-Partnerschaften: Nicht nur über das etablierte StandBy-Partnership-Netzwerk (SBP) sekundiert das ZIF flexibel, schnell und bedarfsgerecht zu humanitären Organisationen der Vereinten Nationen wie etwa OCHA, WFP, UNHCR, WHO, UNICEF, IOM und UNDP.
  • Ausbau der Partnerschaften: Um multilaterale Strukturen weiter zu unterstützen, Austausch zu fördern und spezifische Personalbedarfe in komplexen Krisen zu decken, hat das ZIF seit 2025 weitere Sekundierungsvereinbarungen mit UNDSS, UNESCO und UNFPA geschlossen.
  • Globale Reichweite: Mittlerweile wurden über das ZIF mehr als 70 humanitäre Expert:innen für bis zu sechs Monate in 36 Länder entsandt – darunter in komplexe Krisenkontexte wie den Sudan, die Ukraine, Haiti, Nigeria und Mosambik.
  • Vielfältige Fachprofile: Die Anforderungen vor Ort sind vielschichtig. Daher bauen wir das Kompetenzfeld im ZIF Expert Pool stetig aus und rekrutieren speziell für die sich wandelnden Bedarfe in Krisenregionen.

Qualität, Trainings und Vernetzung stärken

Zusätzlich zu den Personaleinsätzen engagiert sich das ZIF dafür, die Rahmenbedingungen humanitärer Hilfe nachhaltig zu verbessern. Als aktives Mitglied bringen wir im Standby Partnership Network  unsere Expertise ein, um kurzfristige Personalbedarfe noch besser decken zu können. 

Darüber hinaus organisiert das ZIF in enger Kooperation mit seinen UN-Partnern Trainingskurse – etwa zu Humanitarian Access oder zur generellen Einsatzvorbereitung. 

Um lang anhaltenden Krisen wirksam zu begegnen, setzen wir uns für die engere Verknüpfung von Nothilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung ein und koordinieren seit 2024 eine deutsche Community of Practice zum Humanitarian-Development-Peace (HDP) Nexus.

Mehr zu humanitären Einsätzen