Lokale Friedensförderung im Fokus der ersten UN Peacebuilding Week
Im Rahmen der ersten UN Peacebuilding Week in New York veranstaltete das ZIF gemeinsam mit der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen ein Side Event zur Rolle lokaler Friedensförderung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie lokale Partnerschaften nationale Präventionsstrategien stärken und internationale Politikgestaltung bereichern können.
Prävention beginnt vor Ort
Unter dem Titel „Strengthening Peacebuilding Partnerships at Local and National Levels in Conflict-Affected and Non-Conflict Settings“ diskutierten am 26. Juni 2026 Vertreter:innen aus Politik, Praxis und Wissenschaft über die Bedeutung lokaler Friedensförderung für nachhaltige Konfliktprävention.
Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund der ersten UN Peacebuilding Week statt. Sowohl der Pact for the Future als auch die aktuelle Überprüfung der UN Peacebuilding Architecture (Peacebuilding Architecture Review, PBAR) betonen die Bedeutung von Prävention, lokal geführten Friedensprozessen und nationaler Eigenverantwortung für nachhaltigen Frieden.
Lokale Ansätze als Impuls für internationale Politik
Im Mittelpunkt des Side Events stand die Frage, wie erfolgreiche lokale Friedensinitiativen zur Stärkung demokratischer Resilienz, des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Konfliktprävention beitragen – sowohl in Konfliktkontexten als auch in stabileren Gesellschaften.
Grundlage der Diskussion war das Compendium of Good Practice and Innovative Peacebuilding Approaches at the Local Level 2025, das Beispiele erfolgreicher lokaler Friedensförderung aus verschiedenen Regionen zusammenführt. Gemeinsam wurde erörtert, wie sich bewährte Ansätze auf andere Kontexte übertragen und durch starke Partnerschaften weiterentwickeln lassen.
Austausch mit internationalen Expert:innen
An der Diskussion beteiligten sich Prof. Dr. Christoph Weller (Universität Augsburg), Mir Mubashir (Berghof Foundation) und Lauren McGowan (International Peace Institute). Das Side Event wurde gemeinsam mit der Ständigen Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen ausgerichtet.
Die Veranstaltung machte deutlich: Damit die Ziele der aktuellen Reformen der UN-Friedensarchitektur Wirkung entfalten können, braucht es einen kontinuierlichen Austausch zwischen lokalen Akteur:innen, nationalen Entscheidungsträger:innen und internationalen Organisationen. Lokale Friedensförderung ist dabei ein zentraler Baustein wirksamer Prävention.