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Hochrangige Delegation des kenianischen National Defence College zu Besuch im ZIF

Afrika
Kenia
| ZIF-Meldung
Gruppenfoto der hochrangige Delegation des kenianischen National Defence College zusammen mit Vertreter:innen des ZIF Hochrangige Delegation des kenianischen National Defence College zu Besuch im ZIF

Das ZIF hat am 16. April 2026 eine hochrangige Delegation des National Defence College Kenya in Berlin empfangen. Die rund 30 Teilnehmer:innen – überwiegend Oberste, angeführt von zwei Generalen, sowie Vertreter:innen aus Uganda, Tansania und Indien – absolvieren derzeit ihren Generalstabslehrgang in Deutschland.

Im Zentrum des Besuchs stand der intensive Dialog über geopolitische Verschiebungen und aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen. Dabei wurden unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft internationaler Friedenseinsätze diskutiert und eingeordnet.

„Ich bedanke mich bei den Teilnehmer:innen für den offenen und vertrauensvollen Austausch“, sagt Dr. Katja Niethammer, stellvertretende Direktorin des ZIF. „Gerade in Zeiten geopolitischer Umbrüche brauchen wir gemeinsame Analysen aus unterschiedlichen Perspektiven.“

Kenias Engagement im internationalen Peacekeeping

Ein wichtiger Bezugspunkt war das United Nations Peacekeeping Ministerial 2025, bei dem Deutschland Gastgeber war und Kenia ein starkes Engagement für internationale Friedenseinsätze gezeigt hat.

Dieses Engagement setzt sich fort: Das kenianische Trainingszentrum ist kürzlich der vom ZIF mitgegründeten Global Alliance for Peace Operations (GAPO) beigetreten. Der Beitritt stärkt die internationale Vernetzung im Peacekeeping.

Sudan-Konferenz und regionale Sicherheitsdynamiken

Auf großes Interesse stießen zudem die Ergebnisse der Sudan-Konferenz Berlin 2026, die am Vortag in Berlin stattfand. An der Konferenz nahmen Delegationen aus 54 Staaten sowie Vertreter:innen sudanesischer und internationaler Nichtregierungsorganisationen teil. Insgesamt konnten dabei mehr als 1,5 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe mobilisiert werden – ein wichtiges Signal angesichts der anhaltenden Krise im Sudan.

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt lag auf den Sicherheitsdynamiken am Horn von Afrika. Hierzu lieferte Gerrit Kurtz von der Stiftung Wissenschaft und Politik Analysen und Impulse für die anschließende Diskussion.