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Neue Partnerschaften, strategische Kommunikation, Zukunftsfähigkeit: Internationale Beiratssitzung des ZIF

Deutschland
| ZIF-Meldung
Sitzung des Internationalen Beirats des ZIF 2026 Sitzung des Internationalen Beirats des ZIF 2026 / Foto: ZIF

Am 10. Und 11. Juni 2026 fand die jährliche Sitzung des Internationalen Beirats des ZIF statt. Ihm gehören Führungskräfte und Vertreter:innen internationaler Organisationen, der Bundeswehr und von Forschungs- und Trainingsinstituten aus dem Bereich Friedenssicherung sowie Sekundierte an

„Restoring Faith in the Multilateral System”

war das Leitthema des Jahrestreffens, das neben einem formalen Auftakt aus mehreren Workshops etwa zum Innovationspotenzial von KI für Friedenseinsätze bestand. Im kulturellen Rahmenprogramm ging es u.a. um den kreativen Umgang mit den Anforderungen und Bedürfnissen der Zielgruppe(n) und die damit einhergehende Agilität und Experimentierfreudigkeit auch im Management - zu Gast in der wegweisenden Galerie König in Kreuzberg.

Almut Möller, Director European and Global Affairs und Head of the Europe in the World Programme beim European Policy Centre (EPC), teilte in einer Dinner Speech ihre Perspektive auf europäisches Engagement in der internationalen Politik.

Neue Partnerschaften, Strategische Kommunikation, Zukunftsfähigkeit

In einer Zeit der zunehmenden Abwendung von internationalen Organisationen werden neue, teils temporäre Partnerschaften und Allianzen immer wichtiger – hier sieht der Beirat ein neues Beratungsfeld auch für das ZIF, damit bestehende Ansätze integriert und gleichzeitig innovativ weiterentwickelt werden.

„Die derzeitige Weltordnung ist von Unsicherheit und Zersplitterung geprägt, wobei es in zahlreichen miteinander verknüpften Themenbereichen zu immer mehr Krisen kommt. Um sich in dieser Welt wirksames Krisenmanagement zu gewährleisten, müssen wir mutige Entscheidungen treffen und Maßnahmen außerhalb unserer Komfortzone ergreifen“, so Dr. Astrid Irrgang, Geschäftsführerin des ZIF.

Strategische Kommunikation schätzte das Gremium als eine der unabdingbaren Kernkompetenzen von Organisationen und auch Einsätzen ein – um Desinformation zu kontern und angesichts von Budgetkürzungen Narrative mitzugestalten.

Die Budgetkürzungen v.a. im Bereich Konfliktbearbeitung, humanitäre Hilfe und internationale Organisationen sahen alle Teilnehmenden als größte Herausforderung an, da sie die Einsatzbereitschaft direkt beeinflusst. Hier ist komplexe Priorisierung und Fokussierung gefordert, um die Wirksamkeit der Instrumente zu erhalten – idealerweise in enger Abstimmung mit nationalen Partner:innen und im internationalen Verbund. Technologie verantwortungsvoll und zielführend eingesetzt kann Friedenssicherung stärken – etwa bei der Datenauswertung und -Aufbereitung, in der Frühwarnung und in der Skalierung von Aktivitäten.

Zentrale Partner-Organisationen im Beirat vertreten

Teilnehmende waren u.a. der höchste UN-Polizist, UN Police Advisar Shakar, Stefano Tomat, der Civilian Operations Commander der EU, Dr. Benedetta Berti, die Generalsekretärin der Parlamentarischen Versammlung der NATO und Air Commodore David Anetey Akrong, Kommandant des Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) in Ghana.

„Der Austausch in dieser so erfahrenen und hochkarätigen Runde über alle Organisations- und Institutionsgrenzen hinweg ist für uns im ZIF, aber auch für alle Mitglieder von unschätzbarem Wert in diesen Zeiten. Denn nur gemeinsames Lernen bringt uns weiter“, schlussfolgert Irrgang.