Andere reden darüber – wir tun es: ZIF setzt im Grundkurs auf vernetztes Lernen

Bilder: ZIF

07.12.2018

21 Teilnehmende, 6 Nationen, ein gemeinsamer Ansatz: zivile Expert*innen trainieren gemeinsam mit Polizist*innen und Militärs beim ZIF-Grundkurs „Comprehensive Generic Training Peace Operations“ (CGTPO). Der vierte Kurs dieser Art fand vom 15.-22. November in Berlin statt und bereitete die Teilnehmenden auf das (gemeinsame) Arbeiten in Friedenseinsätzen vor.

Neben angehenden Mitgliedern des ZIF-Expert*innenpools nahmen auch internationale zivile Expert*innen aus Afghanistan, Bosnien-Herzegowina, Niger, Mazedonien und der Schweiz teil und ergänzten so das ohnehin schon international erfahrende Teilnehmer*innenfeld. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Polizei Nordrhein-Westfalen (LAFP Brühl) und die Bund-Länder Arbeitsgruppe „Internationale Polizeimissionen“ beim BMI (AG IPM) waren zudem fünf Polizist*innen aus ganz Deutschland dabei. Die Gruppe wurde durch einem Jugendoffizier der Bundeswehr komplettiert. Darüber hinaus bestand erstmals auch das Team der Trainer*innen über die gesamte Kursdauer aus zivilen Expert*innen, Polizist*innen und einem Offizier der Bundeswehr.

Entlang eines vom ZIF entwickelten Szenarios übten die Teilnehmenden als Teil einer Friedensmission im fiktiven Krisenstaat Orania unter anderem die Analyse von Konflikten, das Gespräch mit nationalen Partnern sowie die Ausarbeitung von konkreten Projekten. Dabei wurde immer ein starker Fokus auf kompetenzbasiertes Lernen und Haltung, sowie das „vernetzte Handeln“ gelegt, um die Zusammenarbeit von zivilen Expert*innen, Polizei und Militär in Friedenseinsätzen im Training abzubilden und so im Feld nachhaltig zu verbessern.

In der Woche nach dem CGTPO absolvierten die zivilen Expert*innen das „Hostile Environment Awareness Training“ (HEAT) beim VN Ausbildungszentrum der Bundeswehr im fränkischen Hammelburg. Dort wurden die Teilnehmenden in praktischen Übungen auf fragile Situationen und Gefahren in feindlichen Umgebungen vorbereitet, die ihnen bei der Arbeit in einer Mission begegnen können. Hierbei wurde u.a. auf Themen wie „Sicherheit und Risikoprävention“, „Verhalten in komplexen Situationen“, „Erste Hilfe im Einsatz“ und „Stressbewältigung“ eingegangen. Ergänzend kam ein Training im offroad-Fahren dazu, damit der Kurs dem ENTRi-Standard gerecht wird.

Der CGTPO ist die letzte Stufe des Aufnahmeverfahrens in den ZIF-Expertenpool. Die deutschen (zivilen) Teilnehmenden erhielten daher ein zusätzliches eintägiges Briefing durch das HR-Team des ZIF. Die Mitgliedschaft im Expertenpool ist eine Voraussetzung für die Sekundierung in Friedensmissionen der EU und OSZE, der NATO, der UN und anderer Regionalorganisationen.