Direkt zum Inhalt

ZIF im Deutschen Bundestag: Austausch zu Friedenseinsätzen, EU-Sicherheitspolitik und Armenien

Kaukasus
EU
| ZIF-Meldung
ZIF-Chefin Dr. Astrid Irrgang zur Anhörung im EU-Ausschuss des Bundestages ZIF-Chefin Dr. Astrid Irrgang zur Anhörung im EU-Ausschuss des Bundestages

Austausch mit der SPD-Bundestagsfraktion: Zivile Expertise im Fokus

Auf Einladung des außenpolitischen Sprechers Adis Ahmetović diskutierte Dr. Irrgang gemeinsam mit der stellvertretenden Direktorin des ZIF in der AG Außen der SPD-Fraktion.

Im Mittelpunkt standen das Mandat des ZIF im Auftrag der Bundesregierung sowie aktuelle Herausforderungen internationaler Friedenseinsätze. Besonderes Augenmerk galt den wachsenden Auswirkungen hybrider und Cyber-Bedrohungen auf Einsatzkontexte weltweit sowie den entsprechenden Beiträgen des ZIF durch Sekundierte.

Verzahnung ziviler und militärischer Instrumente

Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. David Preisendanz (CDU), Mitglied im EU-Ausschuss, standen die Rolle des ZIF als Partner des Bundestages sowie zivile Expertise in EU-Kontexten im Vordergrund.

Ein zentrales gemeinsames Verständnis: Militärische Fähigkeiten und zivile Krisenprävention sind komplementär und müssen gemeinsam gestärkt werden. Ebenso wurde die Bedeutung einer breiteren gesellschaftlichen Kommunikation über dieses Zusammenspiel betont.

EU-Ausschuss: Lage in Armenien und Beitrag der EU-Mission EUMA

Im Rahmen einer Anhörung des EU-Ausschusses zur Lage in Armenien stellte Dr. Irrgang den Beitrag des ZIF zur EU-Mission EUMA dar und anderen Sekundierungen im Kontext Armenien vor.

Dr. Astrid Irrgang ordnete gemeinsam mit Botschafterin Satu Koivu (EUMA) und Franziska Smolnik (SWP) die sicherheitspolitische Lage ein. Die Anhörung erfolgte auf Einladung des Ausschussvorsitzenden Dr. Anton Hofreiter.

Dabei wurde deutlich: Der Friedensprozess zwischen Armenien und Aserbaidschan hat in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht, bleibt jedoch fragil. Die EU-Mission EUMA leistet weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung vor Ort.

Dr. Astrid Irrgang betont: „Die Entwicklungen in Armenien zeigen, wie wichtig ein langfristiges europäisches Engagement bleibt. Friedensprozesse sind nicht linear – sie brauchen kontinuierliche Unterstützung, auch über klassische Missionsmandate hinaus.“

Ausblick: Europäische Sicherheit gemeinsam denken

Auch künftig wird der Beitrag ziviler Expertise für europäische Friedens- und Sicherheitspolitik zentral bleiben – insbesondere im Umgang mit hybriden Bedrohungen und in Übergangsphasen von Konfliktregionen. Der konstruktive Austausch im Deutschen Bundestag unterstreicht die Bedeutung enger Zusammenarbeit zwischen Politik, Wissenschaft und Expertise aus dem Feld.