UN-Friedenseinsätze kosten etwa € 5,7 Milliarden im Jahr. Bisher mussten sie während der aktuellen Finanzkrise keine dramatischen Kürzungen hinnehmen. Dennoch bleiben auch die UN von wirtschaftlichen Problemen nicht unberührt: Wichtige Beitragszahler, die Mitglieder der EU eingeschlossen, suchen nach Einsparmöglichkeiten. Diese Sparzwänge könnten sich als schädlich erweisen, da sich die UN bereits auf mögliche Krisen im Sudan und im Nahen Osten vorbereiten. Haushaltsstreitigkeiten könnten auch die Beziehungen zu großen Truppenstellern, wie etwa Brasilien und Indien, beschädigen. Daher sollten die Regierungen der EU antizyklische, strategische Investitionen in UN-Friedenseinsätze tätigen, um (i) das Vertrauen in umfangreiche militärische Einsätze in Afrika aufrechtzuerhalten und um (ii) weiteren Rückhalt für schlanke politische Missionen, wie in Afghanistan und im Nahen Osten, zu gewinnen.