After Work Briefing: Humanitarian Challenges in Afghanistan

15.10.2010

Antonio Donini, ehemaliger UN OCHA Direktor für Afghanistan, war zu Gast beim After Work Briefing am 14. Oktober 2010, welches das ZIF in Kooperation mit Ärzte ohne Grenzen e.V. / Médecins Sans Frontières organisiert hatte.

In seinem Vortrag beschrieb er die besondere Situation und Konfliktgeschichte in Afghanistan, auf die die internationale Gemeinschaft mit unterschiedlichen Ansätzen reagiert. Er kritisierte dabei, dass durch den integrated approach die Trennlinie zwischen humanitären Akteuren und Missionsmitgliedern immer unschärfer werde und sich dies auch negativ auf die Wahrnehmung in der Bevölkerung auswirke. Humanitäre Hilfe habe mit sinkender Akzeptanz zu kämpfen und arbeite oftmals nicht mehr nach den Grundsätzen der Neutralität und Unabhängigkeit.

Alfred Grannas, Leiter des Arbeitsstabes Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, kommentierte und erwiderte diese Thesen und wies darauf hin, dass auch neutrale Projekte gefördert würden.

Auch die anschließende Diskussion drehte sich u.a. um die Frage, inwiefern in heutigen, komplexen Konflikten neutral gehandelt werden kann. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, im Anschluss informell ins Gespräch zu kommen.